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3 Tage Berlin (Part 1)

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Drei Tage Berlin: Ein Reisebericht, in dem uns die Autorin mitnimmt in ein Designhotel am Tiergarten, zur legendären Currywurstbude Curry36, zum Brandenburger Tor und bis nach Kreuzberg.

 

Auf dem Programm stehen drei Tage Berlin. Es ist Sonntag, 9.30 Uhr „check in“ Flughafen München – es geht Richtung Berlin, Flughafen Tegel. Bis wir den neuen Berliner Flughafen ansteuern dürfen, wird es wohl noch eine Weile dauern. Ist doch aktuell als ich in Berlin war, Klaus Wowereit zurückgetreten – sparen wir uns alle Kommentare dazu. Die Zeitungen sind eh voll.

 

12.00 Uhr. Ich treffe im ‚25hours hotel bikini’ in der Budapester Straße ein, das zwischen Gedächtniskirche und Berliner Zoo liegt. Das Hotel ist noch überwältigender, als im Internet dargestellt. In den fünfziger Jahren erbaut, war das sogenannte Bikinihaus architektonischer Ausdruck des neuen, von Dynamik, Freiheit, Optimismus und Konsum geprägten Lebensgefühls. Als Teil des Gesamtensembles umfasst das 25hours hotel bikini mit 149 Zimmern das alleinstehende, kleine Hochhaus im sogenannten Elefantentor des Berliner Zoos. Es ist das erste Haus der jungen Hotelgruppe in der Hauptstadt. Die Hälfte der Zimmer sind auf das Affen- und Elefantenhaus des Berliner Zoos ausgerichtet und folgen einem warmen Design-Schema mit natürlichen Materialien und Farben. Die restlichen Zimmer bieten eine herrliche Aussicht auf die Wahrzeichen West-Berlins. Sie sind urbaner und ein wenig rauer gestaltet, in Anlehnung an Berlins kantige, kreative Seite. Und sie sind etwas lauter, liegen direkt an der Budapester Straße. Leider stellt sich heraus, dass für mich ein lauteres Zimmer reserviert ist.

 

Schon beim Betreten des Hotels wird klar: Die spezielle Architektur des kleinen Hochhauses verlangt nach einer speziellen Inszenierung. Weit und breit ist keine Rezeption zu sehen. Stattdessen ist viel Luft nach oben. In einem acht Meter hohen Atrium verschmelzen Erdgeschoss, erstes und zweites Stockwerk zu einer Einheit. Zwei Stützen am Eingang, auf denen Original-Graffiti erhalten wurde, versprühen ein wenig Galerie-Atmosphäre. Schwarz-Weiß-Zeichnungen des japanischen Künstlers Yoshi Sislay dienen als Leitsystem und begegnen mir an vielen Stellen. Sie zeigen mir, dass es mit dem Lift in den dritten Stock zur Rezeption geht.

 

Hier erwartet mich ein verspielter Designmix aus Großstadtdschungel und dem Urwald des Berliner Tiergartens. Der loftähnliche Empfangsbereich auf großzügigen tausend Quadratmetern mit Rezeption, Kiosk, hauseigener Bäckerei und vielen Cornern vermittelt ein lockeres Gefühl. Die Kombination aus Holzboden und Orientteppichen ist so entspannt und angenehm, dass viele Hotelgäste strumpfsockig herumlaufen oder in den Hängematten, mit Blick auf das Affenhaus, „abhängen“. Die Rezeption ist Dreh- und Angelpunkt für Wünsche und Fragen. Der Tresen wurde mit türkisfarbenen Original-Fliesen aus der U-Bahn-Station Alexanderplatz verkleidet.

 

Montagmorgen. Nach einem kleinen Frühstück für 4,80 € (Croissant und Kaffee) leihe ich mir ein Fahrrad des Kooperationspartners „two wheels good“. Ich könnte auch einen MINI haben, doch bei dem herrlichen Wetter entscheide ich mich für die umweltschonendere Variante. In strahlendem Sonnenschein strample ich Richtung Berlin Mitte.

 

Und da ich gerade in der Nähe bin, schaue ich bei „Natur am Bau“ vorbei und besuche Elke Wulf, die mir immer so tolle Ratschläge in Sachen Wandgestaltung, Trends usw. gibt. Sie ist ganz verwundert, dass ich mit dem Fahrrad hier bin.

 

Elke Wulf hat sich auf Boden-, Wand- und Deckengestaltung spezialisiert. Bei der Wandgestaltung setzt sie auf Lehmfarben. Außerdem ist sie immer auf dem neuesten Stand, was die Farbtrends betrifft. Soviel verrät sie mir: 2015 wird es viel Grün und Blau geben. 2016 wird es dann wieder ruhiger, die Grün- und Blautöne werden mit Brauntönen kombiniert, weg von den Knallfarben. Nach einer gemeinsamen Tasse Grünen Tee fahre ich Richtung Torstraße, um im DUDU mittagzuessen: feinstes asiatisches Essen zu bezahlbaren Preisen. Es gibt zwei verschiedene Mittagsmenüs für 7,90 Euro – Suppe und Tagesgericht und einmalig lecker.

 

Am Abend gehe ich in den „Zoopalast“, der in direkter Nachbarschaft meines Hotels liegt. Das schönste Comeback des Jahres. Das Kino am Bahnhof Zoo ist nach langer Renovierung zum Kino der Superlative geworden: Hier gibt es die bequemsten Sitze und den schönsten Vorhang. Die Vorführung beginnt mit Wasserspielen auf der Kinobühne. Stilvoller kann man Filmkunst nicht genießen. Ein schöner Ausklang.

 

Teil 2 von „3 Tage Berlin“ am 24. September 2014 gibt es online hier bei den Inspirations by HARO!

25h Hotel Bikini 25h Hotel Bikini in der Budapester Straße 25h Hotel Bikini
Erstellt am 29.09.2014 Kategorie: Erleben Der Artikel wurde bereits 1549 mal gelesen
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