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Barriere? Frei!

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„Herzlich willkommen!“ Viele Haus- und Wohnungstüren schmückt ein Schild mit diesem freundlichen Gruß. Doch selbst wenn dieser bestimmt ehrlich gemeint ist, nicht alle Menschen fühlen sich auch willkommen. Wer im Rollstuhl sitzt, wer an Krücken geht oder einen Kinderwagen schiebt: schon Stufen zur Eingangstür werden da zur Barriere, schmale Türen und Treppen werden drinnen zur unüberwindbaren Herausforderung. Barrierefrei hingegen sind Gebäude, die von allen Menschen ohne fremde Hilfe und ohne jegliche Einschränkung genutzt werden können.

Was macht ein Haus zu einem barrierefreien Haus?
Was also muss ein Haus bieten, das jeden willkommen heißt? Beginnen wir mit dem Boden. Keine Fugen, eine rutschfeste Oberfläche – mindestens Bewertungsgruppe R9 oder R10 – und eine durchgängige Verlegung ohne Übergangsleisten. Denn diese Millimeter sind mit dem Rollstuhl schwer zu überwinden und für alte gebrechliche Menschen echte Stolperfallen. Geeignet sind zum Beispiel Parkettböden mit geölter Oberfläche, die vollflächig verklebt durchgängig verlegt werden. Damit zieht gleich auch noch eine angenehme, natürliche und hochwertige Wohnatmosphäre ein. Ideal für das Badezimmer sind beispielsweise kleine Mosaikfliesen, die durch ihre vielen Minifugen rutschfest sind. Diese lassen sich bis in die Dusche hinein verlegen. Duschtassen sind ohnehin out.
Bei Türen gilt: je breiter umso besser. Laut DIN 18040 ist für Haus- und Wohnungseingangstüren eine lichte Breite von mindestens 90 cm notwendig, Innentüren sollten mindestens 80 cm breit sein. Schiebetüren machen es den Bewohnern noch einfacher.
Innovative Lösungen auch für das Zentrum des Hauses: in der Küche mit höhenverstellbaren Küchenmöbeln und sogar Kochherden, kann wirklich jeder den Kochlöffel schwingen. Intelligente Systeme, Stichwort „Smarthome“, machen die „Bedienung“ des Hauses einfach: die zentrale Steuerung der Heizung, der elektrischen Rollläden, der selbstständig öffnenden und schließenden Fenster und der Beleuchtung. Selbst Notfallsysteme, die eigenständig den Notarzt rufen, lassen sich darin integrieren.

Wer baut ein barrierefreies Haus (um)?
Die meisten denken da als erstes an Familien mit einem behinderten Kind oder dem Großvater, der samt Rollator mit ins neue Haus einzieht. Doch auch diejenigen, die man gerne unter 50 plus zusammenfasst, setzen sich mit der Thematik barrierefrei wohnen auseinander. Die Kinder sind aus dem Haus und schon sind die 200 qm Wohnfläche viel zu groß und dann noch die vielen Treppen! Auch wenn die meisten mit 50 top fit sind: was ist in 15 oder 20 Jahren? Welche der altersbedingten Krankheiten schlägt womöglich zu? Die neue Immobilie soll also zukunftsfähig sein. Ebenerdig, wenig und wenn, dann breite Türen, das Badezimmer mit flächig eingebauter Dusche, usw. Der Trend hin zum offenen Wohnen, also Küche, Ess- und Wohnzimmer in einem, ist übrigens auch barrierefreies Wohnen.

Comeback eines alten Wohnkonzepts.
Ein Wohnkonzept erfährt seit einigen Jahren ein kleines Comeback: das Mehrgenerationenwohnen. Mutter, Vater, Enkel und die Großeltern leben unter einem Dach. Die Bedürfnisse der älteren Menschen müssen bei der Planung oder dem Umbau berücksichtigt werden. Denn auch wenn junge fitte Menschen im Haus sind, wünscht sich doch jeder, solange wie möglich selbstständig und ohne Hilfe auszukommen.

Das Zuhause fit machen fürs Alter
Spezialisiert auf den altersgerechten Bau oder Umbau einer Immobilie hat sich die Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) in Iserlohn. In der über 1.200 Quadratmeter großen Dauerausstellung „Forum für Generationen“ kann man sich über mehr als 1.000 Produkte informieren, die Komfort, Nutzerfreundlichkeit, Funktionalität und gleichzeitig Ästhetik und ansprechendes Design verbinden. Ein Team berät gerne kostenfrei und unverbindlich nach vorheriger Terminabsprache.

Wird barrierefreies Bauen gefördert?
Gute Nachricht für alle, die eine Immobilie altersgerecht umbauen möchten: die Kreditanstalt für Wiederaufbau – heute die KfW Bankengruppe – unterstützt mit dem Niedrigzins-Kredit KfW159 private Umbauprojekte.
Der Freistaat Bayern beispielsweise fördert die behindertengerechte Anpassung von bestehendem Eigen- und Mietwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms mit einem leistungsfreien Baudarlehen von bis zu 10.000 Euro. Voraussetzung für eine Förderung ist unter anderem die Einhaltung von bestimmten Einkommensgrenzen.

Küchenanbieter wie tielsa bieten ein Maximum an Ergonomie. Seine patentierten, TÜV-geprüften Hubmodule lassen sich automatisch auf jede Körpergröße einstellen. Wohnen, Kochen und Essen in einem Raum. Vollflächig verklebte Parkettböden lassen sich ohne störende Übergangsleisten verlegen. Italienisches Design, das ganz zufällig auch noch barrierefrei ist. Hermitage, Bisazza Glasmosaikmuster. Mosaikfliesen an der Wand, großformatige Fliesen am Boden: Hauptsache ebenerdig. Hochwertige Türe mit Kniff. Noch offener – und barrierefrei – wohnen geht nicht. Offen gestaltete Wohnräume sind einladend. Und an diesem Tisch kann auch ein Rollstuhlfahrer einfach Platz nehmen. Niedrige Schwellen auch für die Kleinsten…
Erstellt am 06.07.2016 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 4104 mal gelesen
Kommentare (1)   Kommentar schreiben

  1. Barrierefreies Wohnen wird in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Die Bevölkerung wird immer älter und eine gewisse Selbstständigkeit will sich eigentlich jeder erhalten. Mein Mann und ich haben uns in den letzten Jahren mit dieser Thematik sehr stark auseinandergesetzt. Wir wohnen zur Zeit am Land in einem großen Haus, was eigentlich zu groß für uns beide ist. Wir haben es der jungen Generation überlassen und uns dazu entschieden in eine barrierefreie Wohnung zu ziehen mit guter öffentlicher Anbindung. Wir hatten dabei Glück auf den Bauträger http://www.demos.de/ zu stoßen, der auf unsere Wünsche einging. Uns ist durch einen plötzlichen Schicksalsschlag in der Familie bewusst geworden, dass man sich früh genug anpassen sollte. Liebe Grüße, Anna

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