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Coole Bude: Was Kinder wollen, was Kinder brauchen

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Kinder haben einen anderen Blickwinkel auf die Welt und setzen andere Prioritäten als Erwachsene – insbesondere auch bei ihrem Wohnumfeld. Dass es da manchmal zu Reibereien in der Familie kommt, ist völlig normal, muss aber nicht sein. Denn wer weiß, was seine Kinder wollen und brauchen, kann seine Wohnung oder das Haus auch dementsprechend einrichten. Damit sich alle Familienmitglieder daheim wohlfühlen, hier ein paar Anregungen.

 

Fragt man Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, wie sie sich ihr Traumzuhause vorstellen, erhält man häufig die Antwort: „Viel Platz zum Toben und Spielen!“ Klar, denn der Bewegungsdrang von Kindern ist weit ausgeprägter als der von Erwachsenen. Und es gibt tagtäglich so viel Neues zu entdecken! Doch Kinder wünschen sich durchaus auch einen ruhigen Ort, an dem die Hausaufgaben möglichst schnell erledigt werden können, und eine Kuschelhöhle nur für sich, die Geheimnisse sicher aufbewahrt. Familienfreundliche Raumprogramme bieten somit sowohl private Rückzugsmöglichkeiten für jedes Familienmitglied, als auch Gemeinschaftsbereiche. Wenn das Kinderzimmer zu weit entfernt von der Küche oder dem Wohnzimmer liegt, kann es sein, dass sich der Nachwuchs hier nur ungern aufhält. Er spielt dann lieber dort, wo das Familienleben stattfindet, wo Mama kocht oder die Geschwister vom Schulausflug erzählen. Eine Spielecke im Gemeinschaftsbereich kann in einem solchen Fall ein guter Kompromiss sein, damit sich das Spielzeug nicht im gesamten Raum verteilt.

 

„Wenn ich für Kinder plane, dann versetze ich mich in deren Perspektive “, sagt Architektin Dorothea Huber aus Goslar, die sich auf kindgerechtes Bauen spezialisiert hat. So setzt sie zum Beispiel Fenster niedriger ein, damit die Kinder rausschauen können. Doch es muss nicht immer gleich eine bauliche Maßnahme sein: Bett, Tisch und Stühle in Kindergröße kommen ebenfalls gut bei den Kleinen an.

 

Generell sollten in einem Haushalt, in dem Kinder leben, Sicherheitsaspekte eine große Rolle spielen. Keine scharfen Kanten oder spitzen Gegenstände, keine offenen Steckdosen: Gehen Sie mit offenen Augen durch Ihre Wohnung und eliminieren Sie solche Gefahrenquellen. Auch offene Treppen bergen ein Unfallrisiko. Im Handel gibt es zahlreiche Schutzvorrichtungen zu kaufen – vom Einklemmschutz bis hin zum Treppentürchen. Suchen Sie sich die für Ihre Situation passenden Produkte heraus.

 

Denken Sie aber bei allen Einrichtungen fürs Kind daran, dass sich die Wohnanforderungen des Nachwuchses dauernd ändern. War das Baby noch mit einem Bettchen, einem Wickeltisch und einer Spieldecke zufrieden, liebt es das Kleinkind in aller Regel bunt, braucht eine Höhle zum Verstecken und Platz für Puppen, Kaufladen & Co. Im Schulalter wird das eigene Zimmer als persönliches Reich immer wichtiger, im Teenageralter gilt dann für Mütter und Väter „Betreten verboten!“. Demzufolge wird ein Kinderzimmer über die Jahre auch immer wieder umgestaltet. Gut ist, wenn der Raum dann wohl proportioniert ist und nicht zu klein ausfällt, damit er flexibel angepasst und in unterschiedliche Raumzonen unterteilt werden kann.

 

Einen großen Anteil an der Wohlfühlatmosphäre haben auch die Farben und die Beleuchtung. „Ich arbeite sehr gern mit sanften Farben“, erzählt Architektin Dorothea Huber. Denn je kräftiger die Umgebung im Farbton, desto unruhiger und wilder werden die Kleinen, weil Farben unsere Psyche und unser Befinden beeinflussen. Knallige Wandfarben oder auch Mustertapeten deshalb besser als Akzent im Raum, als Highlight einsetzen, und nicht vollflächig. Das hat zudem den Vorteil, dass es bei plötzlichem Nichtgefallen auch schneller wieder geändert werden kann. Bei der Beleuchtung ist es wichtig, dass für jeden Bereich im Zimmer die richtige Lichtart gewählt wird. Also ein nicht zu grelles Deckenlicht, das den Raum ausleuchtet, je eine Leselampe an Bett und Schreibtisch und eventuell ein dimmbares Licht in der Kuschelecke.

 

Und noch ein Tipp zur Deko im Kinderzimmer: Kindliche Motive wie Bärchen auf dem Schrank sind süß, aber schon bei einem Siebenjährigen nicht mehr gern gesehen. Dann werden StarWars-Figuren oder Fußballstars interessanter. Wählen Sie daher Gestaltungselemente immer so, dass sie auch wieder mühelos entfernt werden können. Entweder Sie basteln selbst Dekoelemente, die Sie dann mit doppelseitigem Klebeband anbringen, oder Sie wählen ablösbare Wandtattoos, die es mittlerweile in unzähligen Motiven gibt.

 

Lesetipp: Stephanie Herrmanns Buch „Kinder(T)räume: Kreative und praktische Wohnideen für Familien“ enthält viele interessante Anregungen zum Nachmachen (frechverlag) Mit den lustigen Little Chipipi-Stickern lässt sich die Wand immer wieder neu gestalten. Der robuste Klebstoff hinterlässt keine Rückstände. Gefunden bei www.spuersinn24.de Dekotipp: Die Tafel kann man ständig neu bekritzeln. Im Bücherregal befindet sich unter den Fächern ein Geheimversteck Ideal für Vorschulkinder: bunte Möbel mit abgerundeten Ecken Ein Tafelmal- und Spieltisch, der einiges aushält: Cloud Chalkboard mit Stühlen Auf Snuffy Mood kann man prima reiten. Maße: 30 x 49 x 41 cm Für sanfte Träume: Mond und Sterne als Wandsticker Designerstück für Kids: Der Bambi Chair ist eine Idee des Japaners Takeshi Sawada. Der Stuhl aus Eiche und Walnuss ist mit einem Nylonfell bezogen
Erstellt am 04.03.2015 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 2060 mal gelesen
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