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Das Büro macht mobil

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Das moderne Büro – Smartphone und Laptop – stecken wir lässig in die Tasche, jederzeit und überall einsatzbereit. So flexibel wie der Büronomade müssen auch seine Möbel sein, ob fürs Home office oder die Company.

Kurzes Skype-Meeting in der Airport-Lounge, E-Mails checken im Coffee-Shop und den Abschlussbericht zuhause auf dem Sofa tippen. Wer braucht da ein Büro? Nicht einmal die Hälfte der Arbeitszeit sitzen Angestellte heute noch an ihrem Schreibtisch wie die Fraunhofer Gesellschaft in ihrer Studie office 21herausgefunden hat. Auf verwaiste Büros haben die Forscher auch gleich eine clevere Antwort parat: Die Zahl der Schreibplätze halbieren und jeden Mitarbeiter mit einem Rollcontainer fürs persönliche Arbeitsmaterial ausstatten. Mit dem fährt er dann morgens oder wann immer er ins Office kommt zu einem freien Tisch und legt los.

So ein mobiles Büro im Container macht auch zu Hause Sinn. Insbesondere für den, der dort nur sporadisch wirken muss oder kein Arbeitzimmer sein Eigen nennt. Ideal ist ein Caddy in Stehpulthöhe, auf dem es sich perfekt am Laptop tippen lässt. Im Inneren schluckt er Drucker, Peripheriegeräte und / oder ordentlich Bürokram. Ist der Job erledigt, verdrückt sich der mobile Container unauffällig in irgendeiner Ecke.

In der Vertikalen denkt sich’s besser
Arbeiten wie einst Goethe ist heute angesagter denn je. Nur liegt statt Federkiel und Bütten heute ein Notebook auf dem Stehpult. Das lange in Vergessenheit geratene Möbel erlebt gerade in Büro und Home office eine Renaissance. Kein Wunder, lässt es sich doch im Stehen konzentrierter arbeiten (in der Vertikalen wird das Gehirn um 20 Prozent besser durchblutet). Und der vom ewigen Sitzen geschundene Rücken dankt’s.

Der gesundheitliche Aspekt ist zweifelsohne der Hauptgrund für das Revival des Stehpults. Rückenbeschwerden gelten als Volkskrankheit Nr. 1. Wer häufiger einmal im Stehen arbeitet – ob E-Mails abrufen, telefonieren oder Akten einsehen – der bringt Abwechslung ins Leben seiner Wirbelsäule. Denn die befindet sich dann in ihrer natürlichen Haltung, einen geraden Stand vorausgesetzt.

Rückenfreundliche Steh- und Sitzdynamik
Die Zauberformel für gesundes Arbeiten heißt Steh- und Sitzdynamik. Sprich: So viel wie möglich bewegen, um einseitige körperliche Belastungen zu vermeiden. Denn zu langes Stehen ist schließlich auch Gift für die Bandscheiben. 20 Minuten sind ein bewährtes Limit. Die Idee scheint ungewohnt? Keine Sorge, ans standhafte Arbeiten zwischendurch gewöhnt man sich schneller als gedacht. Studien belegen, dass Beschäftigte mit integrierten Stehpulten an Bildschirmarbeitsplätzen bereits nach gut drei Monaten bis zu 30 Prozent weniger sitzen als ihre Kollegen an herkömmlichen Schreibtischen.

Beim Highdesk kommt es vor allem auf die richtige Höhe an. Die lässt sich ganz simpel ermitteln: Eine Faust ballen, unters Kinn halten, den Unterarm vertikal. Die Vorderkante des Tisches sollte auf Höhe des Ellbogens liegen (mit einem Spielraum von etwa zwei Zentimetern). Eine Fußstütze analog der am Bartresen macht das Arbeiten in der Vertikalen noch komfortabler. Wer keinen Platz für ein Stehpult erübrigen kann, greift auf spezielle Aufsätze für den Schreibtisch zurück.

Sekretär fürs Laptop-Zeitalter
Ein ähnliches Comeback wie das Stehpult erlebt gerade der Sekretär. Mit dem im 18. Jahrhundert beliebten Möbel mit seinen vielen Schubladen und Verzierungen hat sein moderner Kollege nur noch die Funktion gemein. Die neuen Schreibmöbel für die Laptopgeneration kommen in modernem Look und zumeist auf schlanken Beinen daher. In der Form aufs Wesentliche reduziert, halten sie sich dezent zurück. Ihr cleveres Innenleben unter der Schreibklappe ordnet das Chaos des digitalen Alltags, nimmt jedoch nur wenige Arbeitsutensilien auf. Und das Schönste: Ist der Job erledigt, wird der Deckel einfach zugeklappt und schon sieht’s aufgeräumt aus.

 

Ein Artikel von Tanja Müller

Erstellt am 11.04.2018 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 695 mal gelesen
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