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Das schmeckt mir! Holz von Natur aus keimfrei

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Die Österreicher sagen dazu Brettljause und meinen damit kalte Speisen wie Schinken, Salami, Gewürzgurken, Kren – also Meerrettich – manchmal Tomaten, Radi und natürlich Käse. Das sollte alles typischerweise auf einem Holzbrett angerichtet sein. Und das ist, wie klinische Studien zeigen, nicht nur stilecht sondern auch aus hygienischer Sicht die perfekte Bühne für die Leckereien.

 

Vor dem Kunststoff-Zeitalter war Holz das Material, auf dem der Metzger das Fleisch zerlegte und in dem aus Milch Käse wurde. Der universelle Kochlöffel: aus Holz! Auch der Teigroller aus massivem Buchenholz – auch mal zur Maßregelung des Ehemanns angewendet – ist aus keiner Backstube wegzudenken. Noch heute stellen traditionsreiche Bäckereien ihre Lebkuchen mit alten Holzmodeln her, die teilweise bis zu 400 Jahre alt sind. Doch vielerorts wurde Holz mittlerweile durch Kunststoff oder Silikon ersetzt. Aber sind diese künstlichen Werkstoffe tatsächlich hygienischer als Holz?

 

Ganz im Gegenteil! Im Rahmen klinischer Studien wurden auf Glas, Stahl, Kunststoff und verschiedenen Holzarten kleine Wassertropfen mit Testbakterien aufgebracht. Das überraschende Ergebnis: während auf den künstlich hergestellten Materialien noch die komplette Konzentration an Keimen vorhanden war, kämpften die Bakterien auf dem Holz um ihr Überleben – allerdings erfolglos.

 

Doch welchen Trick wendet Mutter Natur hier an und warum? Die Antwort auf das Warum ist schnell gefunden: Bäume werden in der Regel mehrere Jahrzehnte, manche gar Jahrhunderte alt. Diesem Lebensziel kämen Bakterien und Pilze im Stamm in die Quere. So und was macht nun der Baum, um sich die lästigen kleinen Schädlinge vom Hals bzw. von der Rinde zu halten?

 

Keime brauchen Feuchtigkeit, um zu wachsen und sich zu vermehren. Der Baum sorgt dafür, dass seine Oberfläche trocken bleibt. Die Holzzellen saugen Wasser und Feuchtigkeit ab. Die Folge: die Keime werden ausgetrocknet und sterben ab. Die andere Waffe sind eigene antibakterielle Stoffe wie Harze oder Säuren. Deshalb wird beispielsweise auch dem echten Weihrauch – dieser ist nichts anderes als das Harz der Weihrauchbäume – eine entzündungshemmende, schmerzstillende und antimikrobielle Wirkung zugeschrieben. Im Orient kauen die Menschen zum Zwecke der Mundhygiene gerne Weihrauch wie Kaugummi.

 

So, und wenn Holzbretter also hygienisch sind, bedeutet das dann auch, dass man vom „Boden essen“ kann? Wenn dieser ein naturgeölten Parkettboden ist – und regelmäßig gereinigt wird –  ganz sicher!

 

Ganz nebenbei sollte man noch erwähnen, dass Haushaltsprodukte aus Holz nachhaltig sind. Was Bretter, Löffel oder Schüsseln aus Kunststoff nicht behaupten können, deren grundlegender Rohstoff Erdöl ist. In diesem Sinne: einen guten Appetit mit gutem grünem Gewissen!

 

Die Bretter aus Akazienholz sollten regelmäßig mit Olivenöl eingeölt werden. Das macht sie pflegeleicht und langlebiger Es ist angerichtet: das Servierbrett „Schöne Aussicht“ gibt es mit verschiedenen Motiven Auch die leckere Pizza kommt auf den Holzbrettern im Pizza-Format groß aus Astronaut, Skifahrer, Strandkorb oder Surfer: Die Brotzeitbretter gibt es mit verschiedenen Motiven
Erstellt am 17.09.2014 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 1962 mal gelesen
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