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Die Rückkehr der Kürbis-Monster

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Böse Geister vertreiben, andere das Gruseln lehren und gleichzeitig Süßigkeiten abstauben: Für Kinder ist Halloween ein großer Spaß. Der Kürbis, Symbol des Rituals, inspiriert dabei zu herbstlicher Dekoration.

„Angstlust“, wie es Psychologen nennen, ist ein eigentümliches Phänomen: Wir bringen uns bewusst in gruselige Situationen und sind herrlich erleichtert, wenn der Grusel sich als harmlose Maskerade herausstellt. Unsere Hormone schicken uns auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und belohnen unseren Mut am Ende mit einer kräftigen Portion Endorphin, dem Glückshormon. Bei Kindern ab etwa fünf Jahren ist das Verständnis dafür, dass es sich hierbei um ein aufregendes, aber gefahrloses Spiel handelt, zumeist so sicher verankert, dass für sie der große Spaß der dunklen Jahreszeit beginnen kann: Halloween.

Halloween ist die angelsächsische Schwester der Fasnacht, ursprünglich ein keltischer Brauch, der seit etwa 2500 Jahren am keltischen Neujahrstag begangen wird. Der Sinn der gruseligen Masken: böse Geister, die aus dem Totenreich aufsteigen, zu vertreiben. Das Gemüse, aus dem dazu eine Grusel-Laterne geschnitzt wird, war eigentlich eine Rübe – aber die gab es in Amerika kaum, wohin die irischen Einwanderer den Brauch im 19. Jahrhundert brachten. Deswegen nimmt man seither den Kürbis, der sich dazu in der Tat sehr gut eignet.

Aber das nicht nur, weil man daraus so eindrucksvoll gruselige Laternen – die heißen übrigens „Jack O’Lantern“ – schnitzen kann, sondern sich gleich die nächste Stufe der Kreativität zünden lässt: die Zubereitung unterschiedlichster Gerichte aus dem Fruchtfleisch (hier eine schöne Auswahl http://www.essen-und-trinken.de/kuerbis). Auch das ein schönes Ritual gemeinsam mit Kindern.

Ob es nun die Lust am Halloween war, die diese Frucht bei uns so beliebt gemacht hat, ihr leicht süßlicher Geschmack oder die Vielfalt der Formen und Farben – Fakt ist: Der Kürbis ist im Trend. Und das eben nicht nur als Laterne oder Gericht, sondern auch als Dekoration. Designer haben nicht lange gewartet, um sich von seiner charakteristischen Gestalt inspirieren zu lassen. Aus Glas, Holz oder Kunststoff wirken sie ebenso stilvoll wie authentisch und dienen vom Erntedank-Fest an als herbstlich-rustikale Inszenierung.

Denn die Grusel-Laterne, so fantasievoll sie auch sein mag, hat ja schnell ausgedient. Wir sehnen uns zwar gelegentlich nach Augenblicken der Angstlust, weil sie sich so lebendig anfühlen. Aber dann möchten wir eben doch in unserem schönen und sicheren Zuhause entspannt zur Ruhe kommen.

Erstellt am 31.10.2017 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 118 mal gelesen
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