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Die Top-Ten Einrichtungstrends für Herbst und Winter

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Großes Finale: Zum Jahresende zeigt das Wohndesign seine schönsten Stilblüten. 

Der Sommer schleicht sich immer leise davon: Plötzlich segeln die ersten gelben Blätter vom Baum, morgens streicht der Nebel durch die Straßen und man denkt schon vor dem Aufstehen ans Teetrinken und einkuscheln vor dem Kamin. Wie gut, dass es den Designern genauso geht und sie zum Ende des Jahres ihre Kreativität dem “Cocooning“ gewidmet haben. Diese 10 Trends machen die kalte Jahreszeit mit starken Farben, eigenwilligen Formen und sinnlichen Materialien zum Einrichtungs-Fest…

1. Vorwärts in die Vergangenheit
Während sich der Alltag jeden Tag schneller Richtung Zukunft zu drehen scheint, wird der kreative Blick zurück im Wohnen gefeiert. Senfgelb und Petrol stimmen uns nostalgisch ein, Couchtische in Nierenform und Möbelstücke mit abgerundeten Kanten im Sixties-Style tun ihr übriges. Vor allem in Sachen Dekoration haben die Siebziger Jahre jetzt ein großes Comeback: Keramik im Stil der Hippie-Zeit ist Trend, also optisch etwas plumpe Vasen, Blumentöpfe oder Teekannen, in Erdtönen oder glasiert. Zottelige Fell-Kissen schmücken unsere Sofas und an der Wand dürfen jetzt textile Wandskulpturen nicht fehlen: Sie wirken wie eine Kreuzung aus Mini-Teppich und Gemälde und sind meist aus fluffiger Wolle. Ihr Charme ist dabei betont handwerklich, ihre Wirkung lässig. Eine Trend-Liebe für mindestens einen Winter.

2. Licht aus, Kerzen an
Im Herbst steht Entschleunigung auf dem Programm. Die Mittel dafür sind simpel: Zeit und Muße. Kerzen dürfen aber auch nicht fehlen. Denn sie können noch viel mehr als nur Licht zu spenden: Kerzen bringen Poesie in die kalte Jahreszeit. Und sind im unerleuchteten Zustand immer öfter Mini-Skulpturen aus Wachs: Da gibt es Tannenzapfen, Christbäume, Rentiere, aber auch Raketen. Kerzenmanufakturen wie Ester & Erik aus Dänemark oder Engels Kerzen aus Nordrhein-Westfalen fertigen sie noch ganz traditionell, verwenden also hochwertige Dochte und qualitatives Naturwachs. Das Ergebnis ist eine längere und ruhigere Brenndauer — Entschleunigung eben…

3. Die neue Hängung
Die innere Einkehr hat oft den Effekt, dass das Kopfkino auf Hochtouren zu laufen beginnt. Plötzlich ploppen die Erlebnisse des letzten Jahres wieder auf. Gut so — auch weil es ein Reminder daran ist, endlich private Fotos auszudrucken, zu rahmen und ihnen einen Platz in der Familiengalerie zuzuweisen. Neben der klassischen Rahmung, werden Fotos und Poster jetzt aber auch oft mit dekorativen Klammern an die Wand gebracht. Sogar schick gemachte Reißbretter halten als „Rahmen“ her. Erlaubt ist, was gefällt. Hauptsache die neue Hängung ist betont locker.

4. Königlich speisen
Stollen, Kekse, Weihnachtsgans: In der Adventszeit gibt es fast jeden Tag einen guten Grund zusammen zu genießen. In Sachen Tafeldekoration darf man sich dieses Jahr voll von den großen Farbtrends Pastellrosa und Goldglanz inspirieren lassen. Tische bekommen ein zartes Tischkleid und edles Goldbesteck setzt festliche Akzente. Damit es dadurch bei Tisch nicht nach Kinderparty aussieht, haben die Designer dem Gold sein Blingbling genommen und auch das angesagte Rosa ist ein sehr subtiler Farbton. Das Ergebnis ist eine elegante Dinner-Tafel, die unsere Augen und das Grün von Adventskranz oder Tannenbaum zum Strahlen bringt.

5. Bettenwechsel
Spätestens wenn die Heizung wieder anfängt zu arbeiten, ist es auch Zeit für eine extra Kuschel-Lage im Bett: Ein wolliger Bettüberwurf heizt Fröstlern ein und stimmt auch schon rein optisch, aufs „Cocooning“ ein. Dabei ist es wichtig, auf Fasern zu setzen, die Wärme auch speichern können, wie Wolle oder seine edle Schwester Kaschmir. Baumwolle und Leinen sind Sommermaterialien, weil sie luftig sind und eher kühlende Eigenschaften haben. Also ab in den Winterschlaf mit denen.

6. Kunst beim Kuscheln
Wolldecken sind die bessere Hälfte von Sofa und Sessel — weil sie essentiell sind beim einkuscheln. Aber auch, weil sie die Polstermöbel schmücken wie Kette, Armreif oder Ohrringe ein Outfit. Da man bei größeren Möbelstücken automatisch eher auf Zeitlosigkeit setzt, kann man sich mit den Accessoires gut den Zeitgeist ins Zuhause holen. So tragen Wolldecken in dieser Saison mit Vorliebe geometrische Muster, sind in Beerentönen gehalten oder noch besser: Sie zeigen Malereien und Illustrationen. So wird das gepflegte Abhängen diesen Winter zu ganz großer Kunst…

7. Stoff zum Lesen
Natürlich kann man auch in der Badewanne ein Buch lesen, aber wirklich komfortabel ist etwas anderes. Es hat einen Grund, warum sich Designer und Möbelhersteller Monate bis Jahre mit dem Entwickeln von einem Lesesessel beschäftigen… Den Guten sieht man diese gestalterische Anstrengung hinterher natürlich nicht an. Neuerdings gibt es eine ganze Bandbreite an modernen Lesesesseln, die mal mit Samt bezogen, einen auf Salonlöwen machen, dann wiederum sich in skandinavischer Form-Enthaltsamkeit üben — und trotzdem nicht auf Komfort verzichten. Schließlich soll man auch nach hundert Seiten noch nicht das Gefühl bekommen, aufstehen zu müssen.

8. Kekse im schicken Kleid
Auch wenn die Küche ganzjährig das Herz des Hauses ist, im Herbst und Winter wird sie zur Schaltzentrale. Hier wird nicht mehr nur gekocht und gebacken, hier wird auch dem Weihnachtsmann Konkurrenz gemacht: Selbstgebackene Plätzchen, Pralinés und Konfitüren zum Verschenken werden im privaten Kochstudio hervorgezaubert. Verpackt in hübschen Dosen toppen sie jedes gekaufte Geschenk. Aber unbedingt mit hübschen Anhängern, Schleifen oder Aufklebern verzieren! Sie sind nicht nur das stilistische i-Tüpfelchen, sie sind auch Ausdruck des blühenden Papeterie-Trends: Selbst Design Firmen wie Artek oder Normann Copenhagen haben jetzt eigene Papeterie-Serien. (Die übrigens auch wunderschöne Geschenkpapiere haben, die zum Aufreißen viel zu schade sind…)

9. Hart trifft Zart
Schwarz und Weiß gelten als eingefleischte Minimalisten — entdecken in diesem Winter aber ihre romantische Seite. Blumenmuster auf Tapeten, Textilien und Deko-Kleinigkeiten sind jetzt nämlich mit Vorliebe in Schwarz und oder Weiß gehalten. Das lässt sie etwas erwachsener wirken und nimmt den beiden starken Un-Farben ihre Härte. Nur zu: Mutig sein und mit Schwarz und Weiß spielen, als wären sie immer schon die fröhlichsten „Farben“ der Wohnwelt gewesen!

10. Die neue Sammelleidenschaft
Nippes klang in den Ohren vieler Ästheten lange wie ein Schimpfwort. Ihm haftete so ein verpönter Hauch Biedermeier-Zeit an. Egal ob es die gesammelten Swarovski-Figuren waren oder die kleinen Porzellan-Teetassen: Sie mussten weg oder zumindest weit hinten im Schrank verstaut werden. Da hat eine stilistische Kehrtwende stattgefunden: Es darf wieder gesammelt werden! Und es darf auch wieder gezeigt werden: Moderne Vitrinen sind en vogue, sogar Ikea hat welche im Programm. Spätestens als Design-Ikone Marcel Wanders dieses Jahr eine exklusive, streng limitierte Sammler-Edition seiner „Circus“ Serie für Alessi präsentierte, war klar, dass das Motto jetzt lautet: „Wohnst du noch oder sammelst du schon?“

 

Ein Artikel von Janina Temmen

 

Erstellt am 26.10.2016 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 1649 mal gelesen
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