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Gartenbewohnern über den Winter helfen

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Vogelhäuschen, Schlafplätze für Igel, den Gartenteich eisfrei halten: mit ganz einfachen Maßnahmen können wir den Tieren, die in unserem Garten überwintern, das Leben erleichtern – wenn nicht gar retten.

 

Es ist ein herrliches Spektakel, für das es nur ein Handvoll Körner braucht: das muntere Balgen von Meise, Fink, Kleiber, Sperling und Amsel um das Futter, das wir ihnen winters ins Vogelhäuschen streuen. Der Nachrichtendienst der gefiederten Freunde funktioniert perfekt: Schon wenige Minuten, nachdem der Futterplatz befüllt wurde, kommen die ersten. Und dann kommen immer mehr und führen die ulkigsten Manöver aus, um sich mal wieder satt zu futtern. Wer sich hinter der nahen Fensterscheibe ruhig verhält, hat seinen Spaß. Und das nicht nur als Kind!

 

Die Vögel, die im Herbst nicht den Süden ziehen, nennen Ornithologen „Standvögel“, weil sie das ganze Jahr über am einem festen Standort bleiben. Und wenn der Winter hart ist, eine feste Decke von Schnee und Eis ihre Vorräte unzugänglich macht, dann brauchen Rotkehlchen, Buntspecht, Zeisig und all die anderen unsere Hilfe: artgerechtes Futter, zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise bereitgestellt – erst, wenn es richtig kalt und frostig ist, und in sicherer Distanz zu Katzen. Dabei lassen sich architektonische Vorlieben – Landhaus, Bauhaus, Hexenhaus – auch auf das Vogelhaus ausweiten: Zu jedem Stil gibt es, wie die Fotos zeigen, das passende.

 

Dem Igel ist auf diese Weise nicht zu helfen. Er braucht kein Futter und auch kein Haus. Höchstens einen kleinen Bretterverschlag in einer ruhigen Ecke des Gartens, den er sich mit Heu und Laub auspolstern kann. Ihm geht es am besten, wenn man ihn die dunkle Jahreszeit über gar nicht sieht: weil er in diesem Verschlag, unter einem Holzstapel, inmitten toter Äste oder unter einem großen Laubhaufen seinen Winterschlaf hält. Wer es gut mit ihm meint, beginnt deswegen nicht etwa im Dezember noch mit Aufräumarbeiten, die schon im Oktober dran gewesen wären. Denn dann besteht die Gefahr, dass der kleine Stachlige geweckt wird – und dabei sehr viel Energie verbraucht, die eigentlich fürs Überwintern dringend nötig wäre. Übrigens: Irrt ein abgemagerter Gesell bei Schnee und Frost durch den Garten, bringt man ihn am besten zum Tierarzt oder in eine Igelstation (ja, die gibt’s in vielen Städten).

 

Ganz und gar auf unsere Fürsorge angewiesen sind schließlich die Fische im Gartenteich. Der darf natürlich nicht bis auf den Grund durchfrieren – diese Gefahr besteht bei einer Wassertiefe bis 80 Zentimeter –, aber auch nicht von einer geschlossenen Eisschicht bedeckt sein. Dann wird nämlich nicht nur der Sauerstoff knapp. Dann können vor allem die Faulgase, die bei der Zersetzung von abgestorbenen Pflanzen entstehen, nicht mehr entweichen und das Wasser vergiften – mit tödlichem Ausgang für Teichbewohner.

 

Die Prophylaxe ist nicht schwierig: Zunächst entfernt man sorgfältig Blätter, Algen und Pflanzenteile aus dem Teich, nimmt Pumpen und Filter heraus und platziert über der tiefsten Stelle des Wassers einen so genannten Eisfreihalter (das ist ein rundes Gefäß aus Styropor). Schlägt der Winter richtig zu, reicht der nicht mehr aus; dann braucht es einen Teichheizer, der das Überleben von Fischen und Fröschen sichert.

 

Alles erledigt? Dann warten wir nur noch auf den Frühling, wenn die Gartenfauna wieder unser Leben bereichert.

 

Wohl der Blaumeise, die im harten Winter auf einem Futter-Ufo von Koziol landen kann Die „Bird Feeder“ von Eva Solo zeigen auf einen Blick, wann es wieder Futter gibt Im Frühjahr Nistkasten, im Winter Futterhaus: Das Vogelhäuschen „Multiholk“ lässt sich mit wenigen Handgriffen umbauen Grünfinken bei der Winterfütterung. Wichtig ist es, das Häuschen regelmäßig zu reinigen, damit der Vogelkot nicht das Futter infiziert Leichter lässt sich der Futterplatz nicht montieren: Einfach den Zwirn zweimal um den Ast wickeln Wenn der große Architekt Mies van der Rohe das noch erlebt hätte: Ein Vogelhäuschen, das seinen berühmten Barcelona-Pavillon zum Vorbild hat
Erstellt am 18.11.2014 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 1757 mal gelesen
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