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Betörend schöne Wärme

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Eigentlich sind Innenarchitekten große Anhänger der Fußbodenheizung, weil sie bei der Raumgestaltung mehr Freiheiten lässt. Aber bei Heizkörpern, wie wir sie vorstellen, kommen die Liebhaber der guten Form ins Schwärmen. Denn sie werden selbst zu Highlights der Innenarchitektur.

Erinnern Sie sich noch an diesen gewaltigen Heizkörper der ersten Zentralheizungen, aus Gusseisen und mit aufwendigen Ornamenten verziert? Sie schmückten die großbürgerlichen Villen und Wohnungen aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, sind heute hoch gehandelte Sammlerstücke, und wer eins hat, gibt es nicht mehr her. Aber Sie erinnern sich sicher auch noch an sehr schlichte, ja, triste Platten- und Rippenheizkörper, wie sie von den Fünfzigerjahren an millionenfach verbaut wurden. Man muss es ehrlich sagen: Seither hat der Heizkörper ein Imageproblem.

Das ließ die Design- und Marketingfachleute in der Industrie nicht ruhen. Ihr erster Aufschlag: der Handtuchwärmekörper. Mit dieser ebenso praktischen wie attraktiven Erfindung begann das Comeback. Selbst wer heute sein Haus mit einer Fußbodenheizung ausstattet – auf den Heizkörper, der im Bad die Handtücher anwärmt und nach dem Duschen schnell wieder trocknet, will er auf keinen Fall verzichten.

„Da geht noch etwas“, müssen sich die Entwickler bei Unternehmen wie Zehnder, Runtal, Bemm oder Kermi gesagt haben. Denn auf einmal konnte man auf den einschlägigen Messen der Branche immer mutigere Formen, immer ausdrucksstärkere Farben sehen. Wie fantasievoll ein guter Designer mit von Wasser durchflossenem Metall umgehen kann, zeigen die Fotos unserer Galerie. Dabei sind es durchaus auch neue Materialkombinationen, die außergewöhnliche Gestaltungen ermöglichen. So zum Beispiel eine Verbindung von Aluminium und expandiertem Graphit. Heizkörper aus dieser Kombination sind deutlich leichter als die aus Stahl, und sie sind zugleich individueller zu formen.

Was wir beim Blick auf die schöne Form nicht vergessen wollen: den unbestreitbaren Nutzen eines Heizkörpers. Schon klar, er gibt Wärme ab – tut das die Fußbodenheizung nicht auch? Ja, aber sie ist deutlich träger, braucht länger, den Raum anzuwärmen, und heizt dann deutlich länger nach. Den Heizkörper drehe ich auf, wenn mir kalt ist, und in ein paar Minuten ist es warm. Alles weitere regelt das Thermostatventil. Gerade in sehr gut gedämmten Wohnungen und Häusern ist diese schnelle Art der Wärmeregulierung nicht nur angenehm fürs Raumklima und die Behaglichkeit, sondern auch ausgesprochen energieeffizient.

Hier bekommt der tolle Ausblick starke Konkurrenz. Und, ja, das Kunstobjekt an der Wand heizt den Raum. („Splash“ von Runtal) Ein Raumteiler, der nicht nur den Loft-Charakter des Raums unterstreicht, sondern auch für angenehme Wärme sorgt. („Charleston“ von Zehnder) Aus konkaven und konvexen Segmenten lässt sich dieser elegante Wandheizkörper komponieren („Irsap Curval“ von Bemm) Aus einem einzigen Rohr wird dieser Heizkörper gezogen und anschließend verchromt – ein toller Effekt. („Spirale“ von Runtal) Ein Handtuchwärmekörper der spektakulären Sorte: „Ideos“ bringt mit seiner organischen Form weiche Linien ins Bad. Hier wird der Wintermantel vorgewärmt, die Regenjacke schneller getrocknet: „Fedon“ lässt sich zur Garderobe aufrüsten, und das sogar mit Beleuchtung. Eine wirklich innovative Kombination: ein mit Wenge-Holz furnierter Heizkörper von besonders schlanker Form. („Folio“ von Runtal) Wie angenehm, nach dem Duschen das vorgewärmte Handtuch aus diesem zum Regal geformten Heizkörper zu nehmen. („Quadraqua“ von Bemm) Eine wunderbar verspielte Form, Wärme ins Bad zu bringen: „Perla“ von Anapont.
Erstellt am 24.02.2016 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 2032 mal gelesen
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