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Jede Wohnung ein Designerstück?

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„Wow!“, rutscht es einem manchmal heraus, wenn man eine Wohnung sieht, die geschmackvoll eingerichtet ist, ohne übertrieben oder gar unwohnlich zu wirken. „Nein“ ist zumeist das Nächste, was einem dann einfällt: „Kann ich mir eh nicht leisten!“ Stimmt nicht. Für gutes Wohndesign ist weder ein dicker Geldbeutel noch ein teurer Innenarchitekt nötig. Ein paar Ideen, ein bisschen Geschmack und die richtigen Details – mehr braucht es nicht, um aus fast jeder Wohnung ein Schmuckstück zu machen.

Design ist modern, nicht Mode
Was ist das eigentlich, gutes Wohndesign? Ganz sicher nicht abgedreht oder überladen. Gutes Design ist weder besonders teuer noch huldigt es dem Zeitgeist. Wohndesign verbindet vielmehr die Funktion mit der Form und dem Material zu etwas zeitlos Schönem. Und das besonders Schöne ist zumeist auch das besonders Einfache und Klare. Der Wert entsteht dabei nicht durch überladenes Dekor, sondern durch die Qualität des Materials und der Verarbeitung. Typische Vertreter dieser Philosophie waren die Architekten, Künstler und Handwerker des Weimarer Bauhauses. Nicht umsonst sind viele Entwürfe und Produkte von damals längst Klassiker, die immer wieder neu aufgelegt werden. Einer derjenigen, der für die Gestaltung unzähliger Gebrauchsgegenstände in gutem Design verantwortlich zeichnet, ist Wilhelm Wagenfeld.

Ein Name, der leuchtet
Wagenfeld, 1900 in Bremen geboren und 1990 in Stuttgart gestorben, sah sich selbst nicht als Designer, sondern eher als Formengestalter oder Formenfinder. Weder Originalität noch ein besonderes Dekor waren sein Anspruch, sondern vielmehr Gebrauchswert und Qualität von Alltagsgegenständen. Legendär ist zum Beispiel seine Salz- und Pfefferstreuer-Kombination „Max und Moritz“, die er für WMF entwarf und die millionenfach verkauft wurde. Mindestens ebenso berühmt ist die Wagenfeld- oder Bauhaus-Leuchte. Ein zeitloser Klassiker der Wohnraumbeleuchtung. Erstmals setzte Wagenfeld Opalglas für eine Wohnraumleuchte ein. Dieses Glas streut das Licht und sorgt für eine gleichmäßig warme Beleuchtung eines Raumes. Noch heute wird diese Leuchte angeboten. Damit erfüllt sich noch ein weiteres Wagenfeld´sches Credo: Modernes Industriedesign soll möglichst für jedermann erschwinglich sein.

Gutes Design und guter Preis – kein Widerspruch
So ist es mit seiner Lampe. So ist es mit vielen anderen Gegenständen, die im Bauhaus ihren Anfang nahmen. So ist es inzwischen auch mit vielen anderen Wohndetails. Angefangen beim Fußboden, über die Sitzmöbel bis hin zur Farbgebung: „Form folgt der Funktion“ und „Weniger ist Mehr“. Mit diesen beiden Richtlinien ist gutes Wohndesign gar nicht so schwer.

 

Erstellt am 09.08.2013 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 1306 mal gelesen
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