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Jeden Tag eine andere Sünde – die Schokoladenmanufaktur Zotter

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Schokolade macht bekanntlich glücklich; wenn sie dann noch bio und fair ist, ganz besonders. So wie die kleinen, frech gestalteten Genießertafeln der Manufaktur Zotter. Ob chili-scharf, nougat-nussig oder erdbeersüß: für jeden Geschmack ist mindestens eine Sorte dabei. An Qualität und Produktion seiner preisgekrönten Kunstwerke hat er in jahrzehntelanger Hingabe gefeilt: der Chocolatier und Andersmacher Josef Zotter, der wahrlich nicht auf der Schokoladenseite des Lebens geboren ist…

 

Marketingstrategie oder schlicht Verführung? 365 unterschiedliche Schokoladensorten hat das Familienunternehmen Zotter derzeit im Angebot und ist damit sehr erfolgreich…

 

Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg: 1987 eröffneten Ulrike und Josef Zotter in Graz ihre gleichnamige Konditorei. Die hausgemachten Naschwerke fanden rasch reißenden Absatz. Während vorne Sacher- und Prinzregententorte über die Ladentheke gingen, konnte der kreative Koch und Konditormeister nicht davon lassen und conchierte im Nebenzimmer seine ersten Schokoladen. Das Ergebnis betört die Sinne: Mohn-Zimt, Hanf, Champagner – jedes Werk ein Unikat aus Erfindungsgabe und Handarbeit, verpackt in 70 Gramm schwere Schichten und Lagen. Die erste handgeschöpfte Schokolade wurde schnell zum Geheimtipp wahrer Genießer.

Knapp zehn Jahre später, 1996, wurde es bitter für Familie Zotter: drei von vier Konditorei-Filialen musste sie schließen und Insolvenz anmelden. Doch Josef glaubte an seinen süßen Traum und eröffnete im ehemaligen Stall des elterlichen Hofes die Zotter Schokoladen Manufaktur.

 

Direkter Kontakt in die Anbauländer
Der Bio-Landwirt bereiste die Anbauländer Nicaragua, Peru, Bolivien, Brasilien, die Dominikanische Republik und Indien, suchte den direkten Kontakt zu den Bauern um die Rohstoffqualität zu verbessern und auf Fair Trade umzustellen. Die kreative Schoko-Werkstatt boomte. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sie sich zur topmodernen Muster-Manufaktur, die ihr gesamtes Sortiment in Bioqualität produzieren lässt. Eigentlich hätte sich Josef jetzt zurücklehnen und die süßen Seiten des Lebens genießen können, doch der Querdenker hat andere Pläne. „Bean-to-Bar“ heißt sein neues Unternehmens-Rezept, in das er im Jahr 2007 über 18 Millionen Euro investierte um Schokolade direkt von der Kakaobohne weg verarbeiten zu können. Jetzt kannte seine Kreativität keine Grenzen mehr, jede Menge neue Schokoladensorten entstanden und entstehen. Die Manufaktur eröffnete ihr so genanntes Schoko-Laden-Theater, in dem Besucher die Produktion ihrer Lieblingsschokolade live verfolgen können und steckt zahlreiche Auszeichnungen in Sachen Öko-Qualität, Management, Innovation und Design ein.

 

Next Generation
Heute ist Zotter ein Unternehmen mit 160 Mitarbeitern am Standort Bergl/Steiermark, 50 Mitarbeiter sind im Tochterunternehmen in Shanghai/China beschäftigt. Der steirische Bauernsohn wurde 2012 zum besten Schokoladenhersteller der Welt gekürt und 2014 mit dem International Chocolat Award in der Kategorie gefüllte Schokoladen ausgezeichnet. Doch das Sahnehäubchen setzt sich der rührige Unternehmer selber auf: Tochter Julia steigt in die Kreativ-Werkstätte ein und präsentiert ihre frechen Eigenkreationen wie Hokkaido-Limette, Balsam Orange und R.I.P. (Rice in Paradise), letztere gehört zu den laktosefreien Schokokompositionen, die dem veganen Ernährungs-Trend entsprechen.

 

Erlebnis-Bio-Bauernhof und Esskultur: der essbare Tiergarten lädt Groß und Klein zu tierischem Vergnügen und Enstpannung ein: Wo alte heimische Tierrassen leben und regionale Obst- und Gemüsesorten gedeihen. In der Öko-Essbar können Speisen direkt von den eigenen Weiden und Gärten inmitten der Natur geniessen. Ein Open-Air-Erlbnis mit vielen Tieren und verrückten Einfällen nach Zotter-Art. „Bio“ zum Anfassen. Im essbaren Tiergarten setzt Zotter auf Transparenz, Nachhaltigkeit und Innovation.

 

Die Zotter Schokoladen Manufaktur in Riegersburg in Österreich. Die Manufaktur kann besichtigt werden. Es gibt spezielle Verkostungstouren durch das Schokoladen-Theater. Erwachsene zahlen 14,90 Euro – der Eintritt im Essbaren Tiergarten ist im Preis enthalten. Kinder bis drei Jahre sind frei.
So können wir auch in Zukunft auf unsere tägliche Schokoladen-Verführung setzen und dürfen schon gespannt sein, mit welch neuen Geschmacks-Sensationen unser Gaumen demnächst verwöhnt wird.

 

Besonders beliebt bei Zotter sind die handgeschöpften Schokoladen mit dem einmaligen Art-Design – hier: Amaretto-Marzipan. Verführerische Füllschichten werden aufgetürmt mit hausgemachter Schokoladenkuvertüre überzogen und zu einem stets eindrucksvollen Geschmackserlebnis fusioniert. In einem hauseigenen Spezialverfahren werden Frucht- und Nusskuvertüren erzeugt, die noch mehr Geschmack und Farbe ins Schokoleben bringen. Was bleibt, ist meist nur die kunstvolle Verpackung von Andreas h. Gratze. Sehr beliebt auch zum Verschenken – es gibt für nahezu jeden Anlass die passende Tafel…

 

Josef Zotter in der Produktion Hier werden von Josef Zotter persönlich die Schichtschokoladen mit der hausgemachten Schokoladenkuvertüre überzogen Hat gut lachen: Josef Zotter Verführerisch: die Kakaorohmasse Himbeer-Kokos Weiße Krokant Espresso Dark Schicht für Schicht ein Gedicht
Erstellt am 02.03.2015 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 1714 mal gelesen
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