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Klassiker des Wohndesigns wiederentdeckt

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Dank Neuauflagen und Neuinterpretationen feiern Klassiker des Wohndesigns ein Revival. Doch woran erkennt man überhaupt einen Designklassiker? An seiner zeitlosen Schönheit, die sich über Trends hinwegsetzt und in jedem Interieur Akzente setzt.

Der Trend, sich mit Designklassikern zu umgeben, hält schon einige Zeit an. Er hängt eng zusammen mit dem wiederentdeckten Mid-Century-Style, einem Wohnstil, der sich an der typischen Einrichtung der 1940er, 1950er und 1960er Jahre orientiert. Ganz besonders beliebt sind die zeitlosen Stücke aus dieser Epoche: Möbel, die nie aus der Mode kommen und gerne auch als Erbstücke von der nachfolgenden Generation genutzt werden. Wer keinen Möbelklassiker vermacht bekommen hat, der kann sich dank Neuauflagen beliebter Stücke aber auch heute noch mit Stil-Ikonen umgeben.

Bauhaus-Klassiker

2019 besonders angesagt sind die Designklassiker, die in der berühmten Bauhaus-Schule in den 1920er und 1930er Jahren entstanden. Zum 100-jährigen Jubiläum der Geburtsstätte der Bauhaus-Klassiker in diesem Jahr gibt es einige Jubiläumseditionen bekannter Modelle. Aber auch ganz neues, dem Bauhausstil nachempfundenes Design haben die Hersteller im Portfolio. Allen gemeinsam ist das minimalistische Design mit schlichten, funktionalen Formen.

Tipps fürs Einrichten mit Designklassikern

Obwohl gutes Design seine Entstehungszeit erkennen lässt, liegt es in der Natur eines Klassikers, dass er sich trotzdem in nahezu jedes Ambiente einfügt. Begehen Sie daher nicht den Fehler, Designklassiker nur mit ihresgleichen zu kombinieren. Das wirkt schnell steril, im schlimmsten Fall museal. Denn Möbelstücke, Leuchten und Dekorationsaccessoires sind keine Museumsstücke, sondern Lebensbegleiter. Erst leichte Gebrauchsspuren, beispielsweise auf dem „Lounge-Chair“ von Charles & Ray Eames, lassen das Designmöbel ähnlich einer Patina authentisch wirken. Kombinieren Sie daher Designklassiker durchaus mit modernen Stücken oder Möbeln aus anderen Epochen. Aufgrund seiner Ausdrucksstärke wird das Designobjekt der Blickfang bleiben.

Wo kaufen?

Wie bei Sammlerobjekten und Wertvollem üblich, gibt es leider auch bei Designermöbeln Fälschungen. Wer im Fachhandel, bei zertifizierten Online-Shops oder direkt bei den Herstellern kauft, kann sich meist sicher sein, dass er kein Plagiat ersteht. Auch der Preis ist ein wichtiges Echtheitskriterium. Echtes Design hat nun einmal seinen Preis, auf den in der Regel kein Rabatt gegeben wird.

Prägende Design-Ikone: Verner Panton entwarf den „Panton Chair“ 1960. Zusammen mit Vitra entwickelte er den Freischwinger aus Vollkunststoff bis zur Serienreife 1967 weiter. Eine Verneigung vor den Meistern des Bauhaus: Das Sideboard „The Farns“ (Design: EOOS) versteht der Hersteller Walter Knoll als Hommage an Ludwig Mies van der Rohe und sein berühmtes „Farnsworth House“, den Prototypen aller Glasbauten. Der „Lounge Chair“ vom Designer-Ehepaar Charles & Ray Eames ist ein Designklassiker aus den 1950er Jahren par excellence – ein Blickfang in jedem Wohnambiente. Der Regal-Klassiker „String”, von Nisse Strinning designt, wurde 1949 auf dem Markt eingeführt. Seit Anfang 2019 erstrahlt das Regalsystem auch in einem zarten Korallton, der Trendfarbe dieses Jahres. Einer der bekanntesten Möbelklassiker des 20. Jahrhunderts: der „Fiberglass Side Chair“ von Charles und Ray Eames von 1950. Zum 25-jährigen Jubiläum des Stuhlklassikers „Trinidad“ der dänischen Designerin Nanna Ditzel gibt es ihn in neuen Farben. Der filigrane Stuhl mit laubsägeartigen Aussparungen ist nun auch in Räuchereiche sowie grauer und hellgrauer Eiche erhältlich. Seit 1949 steht das Sitzmöbel „Vostra“ für modernes Wohnen. Zum siebzigsten Geburtstag legt Walter Knoll den Klassiker als „Vostra Wood“ mit Massivholzfüßen neu auf.
Erstellt am 13.03.2019 Kategorie: Entdecken, Erleben Der Artikel wurde bereits 60 mal gelesen
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