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Kleinod der Kunst im Usedomer Achterland

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Abseits jeglicher Hektik, eingebettet zwischen Achterwasser, romantischen Seen und Ostsee befindet sich das kleine Kulturdorf Benz auf Usedom. Als Besucher würde man eine kurze Runde durch den Ort drehen, vielleicht einen Blick in die Feininger-Kirche werfen oder einen kurzen Abstecher zur Holländer Windmühle machen und dann weiterfahren, wenn es hier nicht eine Perle zu besichtigen gäbe, die man keinesfalls versäumen darf: das Kunstkabinett.

 

Es liegt in unmittelbarer Nähe der Kirche, etwas zurückversetzt, von der Straße aus sticht ein bezaubernder Blumengarten ins Auge, hier gilt es dann abzubiegen. Das von Hannes Albers 1977 gegründete Kunst-Kabinett (seit 1980 ist auch Hannelore Stamm mit dabei) befand sich ursprünglich in Ostholstein, die Wende bewirkte letztendlich den Umzug nach Usedom, in eine Scheune in Benz. Die Galerie verstand sich seit jeher als Kabinett, klein und überschaubar also, diesen Charakter wollte man bewusst beibehalten. Künstler wie der Berliner Christopher Lehmpfuhl, inzwischen international bekannt, oder Armin Mueller-Stahl, Schauspieler, Musiker und Bildender Künstler, brachten ihre Impressionen zur Ostsee auf eindrucksvolle Weise auf die Leinwand und sind in der Galerie ausgestellt.

 

Die aktuelle Ausstellung des Bauhaus-Künstlers Lyonel Feininger (1871 – 1956) „Auf dem Narrenrad“, die noch bis Ende des Jahres zu sehen ist, ist zweifelsohne einer der Höhepunkte der Galerie: Feininger, in New York geboren, verbrachte in den Jahren 1908 bis 1913 immer wieder längere Zeit auf Usedom und ließ sich auf seinen Fahrradtouren zu zahleichen Skizzen, den sogenannten Natur-Notizen, inspirieren. Seine einzigartigen Fahrrad-Karikaturen – das Fahrrad war eines seiner Lieblingsthemen – sind nun erstmals in dieser Geschlossenheit in Benz ausgestellt, ein Begleitbuch zum selben Thema ist ebenfalls erschienen. Schmunzelnd sieht sich der Besucher 50 Karikaturen von Feininger und seinen Zeitgenossen gegenüber und mag sich gar nicht mehr losreißen von den komischen Einfällen der Künstler, wenn es in der Galerie nicht noch weitere Schätze zu entdecken gäbe. Das Kunstkabinett lohnt jeden Umweg – ein Muss für jeden Usedom-Besucher!

http://www.kunstkabinett.de/

Öffnungszeiten: ganzjährig, Freitag bis Sonntag, 11 – 17 Uhr

Die Sonderausstellung „Auf dem Narrenrad“ ist noch bis 31.12.2014 zu sehen.

 

Feiningers Malstandorte auf Usedom kann man sogar in einer Tour entdecken:

Lyonel Feininger hatte sich verliebt – in die Insel Usedom mit ihrer urtümlichen Natur und den spröden Menschen. So entstanden ab 1908 in unzähligen Ausflügen viele Zeichnungen und Skizzen von der Natur. Zahlreiche Motive ließen ihn auch Jahre später – selbst nach seiner Rückkehr in die USA und bis zu seinem Tod – nicht mehr los. Immer wieder kam er künstlerisch auf die Insel zurück. Davon zeugt eine große Vielfalt von Werken in unterschiedlichsten Techniken. Die einmalige Feininger-Tour eröffnet die Möglichkeit, heute die Originalstandorte aufzusuchen. Bronzene Platten kennzeichnen diese Orte und ermöglichen oftmals einen Blick, wie ihn der Künstler damals hatte. Und man lernt verstehen, warum Lyonel Feininger von diesem Eiland so gefangen war.

 

Ein aufwändig gestaltetes Buch mit dem Titel „Papileo auf Usedom“ hilft bei der spannenden Entdeckungsreise in eine Künstlervergangenheit. Am besten mit dem Rad, wie einst der Maler mit seiner „Cleveland“, lässt sich die wunderbare Inselwelt entdecken und verbindet ein kulturelles Erlebnis mit der atemberaubenden Natur Usedoms.

Weitere Informationen: www.papileo.de

Die Galerie verstand sich seit jeher als Kabinett, klein und überschaubar. Die aktuelle Ausstellung des Bauhaus-Künstlers Lyonel Feininger (1871 – 1956) „Auf dem Narrenrad“, die noch bis Ende des Jahres zu sehen ist, ist zweifelsohne einer der Höhepunkte der Galerie. Feininger, in New York geboren, verbrachte immer wieder längere Zeit auf Usedom und ließ sich auf seinen Fahrradtouren zu zahleichen Skizzen, den sogenannten Natur-Notizen, inspirieren. Ein Winterurlaub an der Ostsee hat auch seinen Charme.
Erstellt am 19.08.2014 Kategorie: Erleben Der Artikel wurde bereits 1748 mal gelesen
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