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Was macht Vintage-Wohnen so attraktiv?

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„Vintage-Wohnen“ ist einer der wichtigsten aktuellen Wohntrend. Hier verbindet sich die angenehme Patina von Möbeln der 50er und 60er-Jahre mit der raffinierten Schlichtheit aktueller Entwürfe. Das Ergebnis wirkt souverän und lässig. Wir sagen, welche Zutaten man braucht und wie man sie überzeugend kombiniert.

 

„Vintage“: Was heißt das eigentlich? Wer das Wörterbuch konsultiert, bekommt widersprüchliche Deutungen. Als Substantiv übersetzt man es aus dem Englischen mit „Jahrgang eines Weins“ oder „Weinlese“ im Allgemeinen. Als Adjektiv kann es sowohl „uralt“ bedeuten als auch „hervorragend“ – und in einer Kombination all dieser Bedeutungen kommen wir schließlich beim Wohnen an. „Vintage“, fassen wir zusammen, ist ein Wohnstil mit Möbeln und Gestaltungselementen, die eigentlich uralt sind, ausgiebig benutzt wurden, aber trotzdem immer noch klasse aussehen. Und wer heute so wohnt, ist richtig hip.

 

Revivals von Möbelklassikern erleben wir seit mehr als 30 Jahren, die Corbusiers, Breuers, Jacobsens und Eames sind gute Bekannte in vielen Wohnungen. Ist das schon Vintage? Nein, eher nicht. Denn es kommt nicht nur auf die einzelnen Möbel an, sondern auf die Atmosphäre des ganzen Raums. Abgestoßene Ecken, verknautsche Lederpolster, etwas verblichene Stoffe und (wie) zufällig kombinierte Accessoires, gerne in schrillen Farben, sind die Zutaten, aus denen sie erwächst. „Schön, dass du da bist“, sagt ein solcher Raum, „entspann dich, denn das bin ich auch: entspannt. Und bestimmt nicht perfekt.“

 

Wer solche Räume mag, ist gerne auf Flohmärkten unterwegs und bei Händlern, die sich auf die Aufarbeitung alter Möbel spezialisiert haben. Auch Auktionshäuser wie Lauritz sind gute Quellen. Die Preise: nicht selten stattlich. Aber immer mehr Hersteller wenden sich dem Vintage-Wohnen zu und stellen Neues her, das aussieht wie gut gealtert. Man empfindet alte Entwürfe nach, schießt mit Schrotflinten auf Tischplatten und schleift mit lockerer Hand über eigentlich intakte Lackoberflächen. Ist das nicht „Shabby Chic“? Ja und nein. Denn während Shabby Chic die Sehnsucht nach Land- und Bauernhaus bedient, ist Vintage-Wohnen etwas für Großstädter. Es sind denn auch eher die schlichten Entwürfe der 50er und 60er – zuletzt wunderbar inszeniert in der TV-Serie „Mad Men“ –, die hier zu neuer Blüte kommen.

 

Steht eigentlich noch die Teak-Garnitur dänischer Herkunft, auf der wir unsere Kindheit verbracht haben, bei den Eltern im Keller? Dann nichts wie her damit – mehr Vintage geht nicht!

 

„String“ heißt dieses Regal, das der Schwede Nils Strinning 1949 entwarf – sein größter Erfolg und heute wieder hoch aktuell. Unverkennbar davor: der Sessel von Ray und Charles Eames Souveräner Mix der Epochen und Stile. Hauptdarsteller: die Tapete im diagonal geklebten Schachbrettmuster („marble chess“ von www.tapetenunduhren.de). Nicht so praktisch wie eine Einbauküche, aber für unkonventionelle Geister ist dieses Küchenregal genau das Richtige Ein französischer Schreibtisch, original aus den 60ern und eher für die kleine Korrespondenz geeignet als für den langen Arbeitstag (www.andersundartig.de) Nicht so praktisch wie eine Einbauküche, aber für unkonventionelle Geister ist dieses Küchenregal genau das Richtige Immer wieder ein Hingucker: der Panton-Chair, der seit 1967 produziert wird. Wohl dem, der ihn in einen solchen Raum stellen kann, bei dem der legendäre Architekt Richard Neutra Pate gestanden hat (Vitra)
Erstellt am 08.04.2015 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 2776 mal gelesen
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