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Zukunft Mehrgenerationenhaus

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Einst selbstverständlich, dann notgedrungen und nun zukunftsweisend: Immer mehr Familien ziehen unter dasselbe Dach.

Lena pocht mit ihren kleinen Fäusten an die Verbindungstür. „Oma, kommen“, ruft die Zweijährige. Nur einen Moment später lugt ein grauumlocktes Gesicht hinter der Tür hervor: „Na, klar!“ Das Mädchen läuft ihrer Oma in die Arme. Die beiden verbringen den Vormittag zusammen, während Mama und Papa arbeiten und Bruder Jonas die Schulbank drückt. Sie leben alle unter einem Dach – eine Wohnform, auf die sich heute viele Familien zurückbesinnen. Das Mehrgenerationenhaus als Antwort auf hohe Bau- und Versorgungskosten, sinkende Einkommen und Renten, teure Seniorenheime und Kindergärten.

Kosten teilen
Zwei Parteien bringen schon einmal deutlich mehr Eigenkapital ein, da lässt sich der Hausbau leichter finanzieren und schneller entschulden. Ein weiteres Plus für gemeinsames Bauen ist das Teilen der Grundstückskosten, gerade in Ballungsgebieten, wo Baugrund besonders teuer ist. Zudem lässt sich ein Generationenhaus auf weit weniger Fläche errichten als zwei frei stehende Bauten.

Der Fiskus fördert den Trend zur Großfamilie zumindest indirekt. Wer energiesparend baut, darf zweimal absahnen. Denn Fördergeld springt für jede Wohneinheit heraus. Wird die Einliegerwohnung dann noch den Großeltern vermietet, lässt sie sich von der Steuer absetzen. Enormes Sparpotential bieten gemeinsame Planungen, Ausschreibungen, Auftragsvergaben, Ver- und Entsorgungsleitungen. Und die Heizungsanlage im großen Haus versorgt auch den kleineren Altenteil.

Räume für sich und für Gemeinsamkeit
Jeder muss die Möglichkeit haben, eigenständig zu wohnen. Schließlich ist das Zusammenleben mehrerer Generationen nie frei von Konflikten. Also baut man am besten so, dass dort auch einander völlig fremde Familien einziehen könnten. Grundsätzlich empfiehlt es sich, zwei Eingänge, aber auch Verbindungselemente zu planen. So wichtig wie das eigene Refugium sind auch Bereiche der Begegnung – ein gemeinsames, kommunikatives Zentrum wie ein großes Wohn- und Esszimmer.

Flexibilität spielt beim Generationenhausbau eine wichtige Rolle. Die bietet übrigens die Modulbauweise vieler Fertighäuser, deren Grundrisse nach Bedarf verändert werden können, aber auch die Variante zweier separaten Bauten. Hier kann der Altenteil als Einliegerwohnung vermietet, für das Au-pair-Mädchen genutzt, später den erwachsenen Kindern überlassen oder zum Büro umfunktioniert werden.

 

Ein Artikel von Tanja Müller

Erstellt am 22.08.2018 Kategorie: Einblicke, Entdecken Der Artikel wurde bereits 1532 mal gelesen
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