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Wohntrend Mikrohaus

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„Eines Tages fällt dir auf, dass du 99 Prozent nicht brauchst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg.“ Zeilen aus dem Song „Leichtes Gepäck“ der Band Silbermond, die den Nerv der Zeit zu treffen scheinen. In Ratgeberbüchern, Blogs und Wohnzeitschriften liest man zunehmend von Menschen, die davon schwärmen, wie befreiend es ist, sein Leben zu entmisten und nur noch das Lebensnotwendige zu behalten. „Weniger ist mehr“ lautet ihr Motto. Und das hat Folgen: Denn wer nur wenig besitzt, braucht auch nur wenig Wohnraum. Die logische Konsequenz: der neue Wohntrend hin zu kleinen bis winzigen Wohneinheiten.

Eine Reduktion auf das Wesentliche ruft bei vielen Menschen ein Gefühl innerer Ordnung hervor. So können sie sich eher auf das besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Mit leichtem Gepäck, wie es Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß singt, reist es sich aber auch bequemer. Und das wird heute immer wichtiger, denn die moderne Arbeitswelt zwingt Berufstätige dazu, flexibler und mobiler zu werden. Kein Wunder, dass Zukunftsforscher davon ausgehen, dass ein Teil der Menschheit künftig in mobilen Wohneinheiten leben wird. Ist es nicht auch ein verlockender Gedanke, sein lieb gewonnenes Zuhause bei einem Wohnortwechsel einfach mitnehmen zu können? Nur eine Idee weltfremder Visionäre? Mitnichten. Mittlerweile gibt es einige Unternehmen, die genau dies anbieten und verkaufen: kleine, mobile Häuser.

„coodo“ – das Haus mit auf Wanderschaft nehmen

Eines dieser flexiblen, mobilen und funktionalen Mini-Häuser ist das „coodo“ des deutschen Unternehmens LTG. LTG steht für Lofts to go. Der Name ist Programm. „coodos“ gibt es in verschiedenen Größen: von 9 bis 96 Quadratmetern Wohnfläche. Mit ihrer komplett verglasten Front und dem puristischen Innern entsprechen sie voll und ganz dem Zeitgeschmack. Eine Besonderheit ist das „watercoodo“, das mithilfe eines Pontons auf Gewässern schwimmen kann. Seit Februar 2015 werden die kleinen Häuser von LTG in Serie in der Schweiz produziert.

„Fincube“ – Werner Aisslingers Vision des mobilen Wohnens

Ebenfalls als transportierbares Bauwerk ist auch „Fincube“ angelegt, eine Vision des renommierten Designers Werner Aisslinger. Gebaut und vertrieben wird das minimalistisch und modern anmutende mobile Zuhause von dem Unternehmen Fincube aus Südtirol. Der in Holzbauweise erstellte quadratische Kubus des Gebäudes besitzt eine 360°-Glasfront. Holzlamellen davor dienen als Sicht- und Sonnenschutz. Das Flachdach kann begrünt oder mit einer Solarstromanlage versehen werden. Den „Fincube“ gibt es mit rund 49 und 70 Quadratmetern Nutzfläche. In Unterinn in Italien steht ein Musterhaus zur Besichtigung.

„FlyingSpace“ – ein Fertighaushersteller geht neue Wege

Auch einer der größten deutschen Fertighaushersteller, SchwörerHaus, hat seit einiger Zeit ein mobiles Mikrohaus in seinem Programm: „FlyingSpace“. Wie bei den anderen Entwürfen ist alles auf Funktionalität ausgelegt. Das Wohnmodul besteht aus einem quaderförmigen Baukörper. Mit einem Tieflader wird „FlyingSpace“ zur Baustelle gebracht. An einem Kran schwebt es dann fix und fertig an seinen künftigen Standort und wird an Wasser, Elektrizität und Kommunikation angeschlossen. Innerhalb eines Tages ist das meist erledigt. Das Modul kann an ein bestehendes Gebäude angedockt werden, frei stehen oder auch gestapelt werden.

Neue Wohnformen?

Die Zukunft wird also schon gebaut. Mikrohäuser sind im Kommen. Sicherlich werden wir künftig nicht alle in solchen Klein- und Kleinsteinheiten wohnen. Eine Bereicherung für die oft eintönige Baulandschaft sind die cleveren „Kleinen“ aber mit Sicherheit und für den einen oder anderen auch die beste Wohnalternative.

Das Start-up-Unternehmen LTG Lofts to go stellt die mobilen „coodos“ her. Ein „watercoodo“ schwimmt auf einem Ponton. Alles drin: In einem „coodo“ wird kein Zentimeter verschenkt. Dennoch wirkt das Ambiente puristisch-aufgeräumt. Ein nur neun Quadratmeter großes „coodo“ als kleines Mini-Strandhaus. „coodos“ lassen sich auch stapeln. Das Minihaus „Fincube“ ist rundum verglast. „Fincube“ wird aus dem Holz der Sibirischen Lärche gebaut. Schmale Holzlamellen dienen dem „Fincube“ als Sicht- und Sonnenschutz. Das Innere des „Fincube“: elegante Moderne in Holz. Einbaumöbel nutzen den vorhandenen Platz im „Fincube“ optimal aus. Glas und Holz sind die beiden Baumaterialien, die dem „Fincube“ eine natürliche und gleichzeitig sehr moderne Ausstrahlung verleihen. Das „FlyingSpace“ von Schwörer als barrierefreier Altersruhesitz. Das Wohnmodul „FlyingSpace“ lässt sich auch an einen Altbau andocken. Große Fensterflächen holen viel Tageslicht ins „FlyingSpace“ von Schwörer.
Erstellt am 02.03.2016 Kategorie: Einblicke, Entdecken Der Artikel wurde bereits 5894 mal gelesen
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