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Nachhaltige Wohnaccessoires – Deko mit grünem Gewissen

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Bio-Sprit fürs Auto, Solaranlagen auf den Dächern und fair produzierte Mode – während Nachhaltigkeit in zahlreichen Lebensbereichen schon längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist, fristete sie beim Wohnen lange ein Nischendasein. Mit der zunehmenden Bedeutung von Ökologie als Lebensentwurf hat sich das allerdings geändert: Schleichend gewann Nachhaltigkeit auch bei der Ausstattung des Wohnumfelds an Bedeutung. Immer mehr Menschen legen bewusst Wert auf eine wohngesunde, umweltfreundliche Innenausstattung – und das bis ins kleinste Detail. Der Markt der Öko-Wohnaccessoires boomt. Doch nicht jedes als nachhaltig angepriesene Produkt hält auch, was es verspricht. Wer sicher gehen möchte, dass er ein Objekt tatsächlich mit gutem Gewissen kaufen kann, sollte genau hinschauen und folgende drei Kriterien hinterfragen:

1. Woher stammt das Wohnaccessoire?
Ein nachhaltig hergestelltes Produkt wurde möglichst in der näheren Region produziert. Denn dann musste es keine weiten und energiefressenden Transportwege bis zum Verbraucher zurücklegen.
Ein zweiter wichtiger Aspekt, den Sie bei der Herkunft des Produkts ins Auge fassen sollten, ist die Art und Weise der Herstellung. Wurde das Wohnaccessoire unter fairen Arbeitsbedingungen produziert? Erkundigen Sie sich über den Hersteller: Ist es ein großes Unternehmen, ein Handwerksbetrieb oder gar eine Werkstatt für behinderte Menschen?
Wichtig ist auch, dass bei der Herstellung umweltbewusst mit Ressourcen umgegangen wurde. Einen Hinweis darauf, ob dies der Fall ist, gibt meist schon das Material, aus dem das Produkt gefertigt ist, womit wir auch schon beim nächsten Kriterium für Nachhaltigkeit wären.

2. Aus welchen Materialien ist das Wohnaccessoire gefertigt?
Idealerweise besteht das Wohnaccessoire aus Naturmaterialien wie Holz, Baumwolle, Leinen, Bienenwachs und es wurden Farben auf natürlicher Basis verwendet. Das Holz sollte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Achten Sie darauf, dass der Werkstoff möglichst unbehandelt ist, damit er weder Schadstoffe ausdünstet noch später als Sondermüll entsorgt werden muss, sondern im Gegenteil zu 100 Prozent recycelt werden kann. Metalle kommen zwar auch natürlich vor, bei der Metallerzeugung und -verarbeitung fallen jedoch große Mengen von zum Teil giftigen Abfallstoffen an, weshalb viele Menschen Metall im Wohnbereich kritisch sehen – außer es handelt sich um recyceltes Metall.
Ein Trend, der derzeit gerade im Wohnaccessoire-Bereich die Runde macht, ist das Upcycling – die sinnvolle Verwertung von Abfällen. Es gibt kaum einen ausgedienten Gegenstand, aus dem sich nicht etwas Schickes basteln ließe. So erhält die alte Schallplatte ein neues Leben als Wanduhr oder die Zündkerze dient als stylischer Garderobenhaken. Nachhaltiger geht es kaum.

3. Trägt es ein Öko-Siegel?
Zugegeben, nicht immer kann man als Laie auf Anhieb erkennen, woher ein Produkt stammt und ob der Hersteller fair und integer handelt. Deshalb gibt es anerkannte Öko-Label, die Schadstofffreiheit und bestimmte Qualitätskriterien, auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit, garantieren. Das FSC®-Siegel zum Beispiel bezeugt, dass das verwendete Holz aus Wäldern stammt, die umweltgerecht, sozial verträglich und ökonomisch tragfähig bewirtschaftet werden. Auch das PEFC®-Siegel steht für nachhaltige Forstwirtschaft. Bei Baumwollprodukten, die mit dem Fairtrade-Zeichen versehen sind, können Sie sicher sein, dass sie unter sozialverträglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen produziert wurden. Das EU Ecolabel kennzeichnet hingegen umweltfreundliche Produkte. Dennoch ist auch nicht bei allen Siegeln immer Gold, was glänzt. Entdecken Sie daher auf einem Produkt ein Siegel, das Sie nicht kennen, sollten Sie sich über seine Bedeutung Klarheit verschaffen. Auf www.label-online.de des Bundesverbands Die Verbraucherinitiative e. V. finden Sie Hintergrundinformationen zu vielen gebräuchlichen Siegeln und Gütezeichen und können sich informieren.

 

Die Magnetleiste aus heimischem Eichenholz wird in einer Werkstatt für behinderte Menschen von Hand gefertigt. Erhältlich über www.avocadostore.de. Über Kinderteller aus Porzellan spazieren niedliche Igel. Das Tischset „Teramo“ aus Baumwolle und Leinen ist nach dem Global Organic Textile Standard zertifiziert. Alles über www.grueneerde.com zu kaufen. Möbel aus Pappe sind erstaunlich langlebig, nachhaltig und recycelbar, so wie diese Stühle des italienischen Herstellers Carton Factory. Eine Vase zum Zusammenstecken: Das Pappelholz stammt aus nachhaltiger, deutscher Forstwirtschaft. Ein Reagenzglas dient als Wasserbehälter. Gesehen bei www.avocadostore.de. Die mundgeblasenen Vasen und Windlichter des österreichischen Unternehmens Grüne Erde, das sich auf gesunde und natürliche Wohnprodukte spezialisiert hat, bestehen aus Klarglas mit Farbstoffen auf mineralischer Basis. „Drum“ ist ein Entwurf von Graypants, einem Studio mit Büros in Seattle und Amsterdam, das sich verantwortungsbewusstem Design verschrieben hat. Der Lampenschirm ist aus Recyclingkarton. Zu beziehen über www.hotel4home.com. Das Pferd aus Walnussholz entstammt einer Idee des berühmten dänischen Designers Kay Bojesen. Die Figur wird in Handarbeit gefertigt und ist bei www.desiary.de erhältlich. So zieht Natur ins Badezimmer ein: Die Seifenschale und Aufbewahrungsdosen werden aus Keramik in Handarbeit gefertigt. Zu bestellen über www.grueneerde.com. Das edle Poster „Buffalo“ besteht zu 100 Prozent aus Recycling-Papier. Das Motiv hat die Pariser Designerin Séverine Monsonégo entworfen. Erhältlich bei www.avocadostore.de. Die Kissen aus den Naturmaterialien Leinen und Baumwolle zieren dezente Muster. Der Häkelkorb aus Schafschurwolle wurde nach strengen ökologischen Richtlinien gefärbt. Gesehen bei www.grueneerde.com. Wozu fehlerhafte Ölfässer gut sein können! Zum Beispiel lassen sich daraus schicke Wanduhren herstellen. Die Upcycling-Wanduhr „Clockwork HH“ gibt es im Online-Shop www.avocadostore.de. Für eine kühle Brise an heißen Tagen: Der Ventilator „Otto“ macht Wind und ist dabei ganz naturverbunden. Sein Bambus-Ring stammt aus nachhaltigem Anbau. Zu bestellen über www.kleinundmore.de. Eine Wanduhr aus einer alten Schallplatte – das ist Upcycling pur. „Big Bang“ können Sie über www.avocadostore.de beziehen. In der Sockeltischlampe „Aladin“ wurde einem alten Reifen neues Leben eingehaucht. Erhältlich im Onlineshop www.greenpicks.de. Witzige Lampen zum Selberbauen: „EMMA & BUH“ des Unternehmens Room in a box, das Möbel und Designartikel aus Pappe herstellt, sind über www.greenpicks.de erhältlich.
Erstellt am 28.09.2016 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 822 mal gelesen
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