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Nachttische – unauffällig, aber unverzichtbar

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Sie gehören zu den stillen Stars der Einrichtung, und es gibt sie in erstaunlicher Vielfalt. Nur gut, dass sie heute nicht mehr die Funktion erfüllen müssen, die ihnen vor Jahrzehnten noch zukam …

Manche Einrichtungsgegenstände sind so zurückhaltend, ja geradezu schüchtern, dass man sie erst wahrnimmt, wenn sie fehlen. Die Leseleuchte gehört dazu. Man lässt sich im Lieblingssessel nieder, um lustvoll zu schmökern, und stellt fest, dass das Deckenlicht nun wirklich nicht die angemessene Beleuchtung liefert. „Was fehlt hier bloß?“ fragt man sich, bis kurz darauf die Erleuchtung kommt: „Aah …“

Genauso ist es mit dem Nachttisch, der bei manchen auch liebevoll „Nachtkästchen“ genannt wird. Eigentlich scheint dem Schlafzimmer nichts zu fehlen – aber dann wird es kurz vor dem Einschlafen noch einmal unruhig: Wohin jetzt mit Brille, Uhr, Ring, Wasserglas, Bettlektüre, bei einer Erkältung mit Taschentüchern, Nasenspray und Lutschtabletten? Ach, richtig: „Wovon werde ich eigentlich geweckt, von der Sonne oder doch von einem Wecker?“ So bescheiden der Nachttisch sich gibt, so unverzichtbar ist er auch.

Schaut man genauer hin, präsentiert sich eine erstaunliche Vielfalt. Da finden wir den Beistelltisch, der auch am Sofa stehen könnte, die einfache Konsole, das Rolltischchen, das kleine Regal, das Schränkchen, die Kommode – und all das in jeder Material-Variante. Stilistisch soll sich naturgemäß eine schöne Einheit mit dem Bett ergeben. Aber auch praktische Erwägungen sind wichtig. Wer etwa stets ein Wasserglas am Bett stehen hat und keinen Untersetzer dafür verwenden möchte, wählt lieber kein geöltes Holz, sondern eine lackierte oder laminierte Oberfläche.

Und wer ein bisschen mehr zu verstauen hat, schätzt auch die Schublade oder von einem Türchen geschlossene Fächer einer Kommode. In früheren Zeiten, als das stille Örtchen noch nicht zur Wohnung gehörte, verbarg man dahinter den Nachttopf. Das hat sich zum Glück erledigt. Aber trotzdem schätzen Schläfer, die’s gerne aufgeräumt haben neben ihrem Bett, dieses verschließbare Fach für allerlei Kram, der nicht gar so dekorativ ist. Oder zu privat, um ihn offen herumliegen zu lassen. Feng Shui-Experten sehen das sogar als wichtigen Faktor für einen festen, ruhigen Schlaf.

Erstellt am 20.09.2017 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 2666 mal gelesen
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