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Die Zukunft des Bauens hat begonnen

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Ein Plusenergiehaus erzeugt mithilfe moderner Haustechnik mehr Energie, als seine Bewohner für ein komfortables Leben darin brauchen: Diese Vision früherer Jahrzehnte ist Realität geworden – nicht mehr nur im Modellprojekt, sondern für jeden Bauherren erreichbar. Und richtig schön wohnen lässt es sich darin auch.

Die Idee, die hinter dem Plusenergiehaus steht, ist ganz einfach: möglichst viel Energie produzieren, möglichst wenig Energie verbrauchen. Und je mehr dieses Verhältnis zugunsten der Produktion ausfällt, umso besser die Energiebilanz. Was freilich in diesem Bereich in den vergangenen Jahren erreicht wurde, ist wirklich sensationell! Ein Fortschritt, der noch vor zehn Jahren in dieser Breite kaum absehbar war.

Wie kann ein Haus Energie produzieren? Die beiden wichtigsten Technologien hierfür sind, erstens, die Fotovoltaik: die Produktion von Sonnenstrom mithilfe von Solarmodulen. Der Strom wird im Haus selbst genutzt, in einer Batterie gespeichert oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die zweite wichtige Möglichkeit ist die Nutzung der Umweltwärme. Hierfür fangen Wärmepumpen die Wärme ein, die in der Außenluft, in der Erde oder im Grundwasser gebunden ist, und stellen sie für Heizung und warmes Wasser zur Verfügung. Eine weitere sogenannte regenerative – erneuerbare – Energietechnik ist die Solarthermie, mit deren Hilfe die Sonnenstrahlen für Heizung und Warmwasser nutzbar gemacht werden. Sie hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren.

Habe ich auf der Seite der Produktion alles richtig gemacht, steht da ein dickes Plus in der Rechnung. Und jetzt geht es darum, die Rechnung im grünen Bereich zu halten – indem ich auf Seiten des Verbrauchs besonders sparsam wirtschafte. Das betrifft zum einen den Stromverbrauch, den ich mit Energiespargeräten niedrig halten kann, vor allem aber die Heizung. So bieten Plusenergiehäuser herausragend gut gedämmte Fassaden und Fenster, wird mithilfe einer Lüftungsanlage selbst der verbrauchten Raumluft noch die Wärme entzogen.

Damit all diese Faktoren jederzeit optimal aufeinander abgestimmt sind, arbeiten Plusenergiehäuser in der Regel mit Energiemanagement-Systemen. Da fahren die Außenjalousien herunter, wenn die Sonne die Räume zu stark erwärmt, damit man drinnen nicht mit Strom kühlen muss. Und da wird die Waschmaschine per Impuls gestartet, wenn die Fotovoltaik-Anlage gerade reichlich kostenlosen Sonnenstrom zur Verfügung stellt. Ziel ist jederzeit optimale Behaglichkeit von Raumklima und Komfort.

Das klingt Ihnen alles viel zu technisch? Im Alltag bekommen die Bewohner davon gar nichts mit. Nur bei der Abrechnung der Energiekosten, die keine Nachzahlung, sondern einen Gewinn ausweist. Und bei der Finanzierung eines solchen Hauses, die dank der Förderung der KfW-Bank für KfW-40-Plus-Häuser, wie sie im Förderjargon heißen, besonders günstig ausfällt.

Außerdem hilft ein Blick auf die Fotos: Sehen diese Meisterwerke moderner Ingenieurskunst nicht richtig toll aus?

Puristischer geht’s kaum: Das Hausmodell „B10“ hat der renommierte Architekt und Ingenieur Prof. Werner Sobek entworfen, gebaut wird es von SchwörerHaus. Wie alle Bestandteile der Hausinstallation miteinander arbeiten, damit die Energiebilanz eines Hauses positiv ausfällt, zeigt diese Grafik des Massivhausherstellers Viebrockhaus „Alpenchic“ hat der Allgäuer Haushersteller Baufritz dieses Haus getauft. Es verbindet traditionelle Architekturelemente wie etwa Holzschindeln mit einem wegweisenden Energiekonzept. Links im Bild: ein Windrad, das Strom produziert. Modernes Wohnkonzept mit landhäusiger Behaglichkeit: So sieht Alpenchic von drinnen aus. Die Energiezentrale im „Alpenchic“: Das Haus erzeugt einen Großteil des benötigten Stroms selbst, und zwar mittels Photovoltaikanlage, Windkraft-Turm und Brennstoffzelle. Das Hausmodell „Functionality“ von Sonnleitner ist ein Holzhaus, das nicht nur mit positiver Energiebilanz aufwartet, sondern auch mit einem innovativen und variablen Grundrisskonzept. Das Hausmodell „fine“ von Luxhaus weist als architektonische Besonderheit eine Terrassenüberdachung aus Lamellen auf – das reduziert im Sommer die Sonneneinstrahlung. Drinnen werden im „fine“ alle Funktionen von einer zentralen Haustechnik gesteuert. So auch die vollautomatische Verschattung. Dass auch Altbauten zu Plusenergiehäusern avancieren können, zeigt das Modellprojekt „energy+home“ der TU Darmstadt, das von verschiedenen Unternehmen gesponsert wurde, darunter vom Dachfensterhersteller Velux. Ein Terrassendach, das nicht nur vor Regen schützt, sondern auch Strom produziert – eine clevere Kombination von WeberHaus.
Erstellt am 23.03.2016 Kategorie: Einblicke, Entdecken Der Artikel wurde bereits 1737 mal gelesen
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