HARO Lifestyle Magazin Logo

Login

Passwort vergessen? (schließen)

Fünf Regeln für kommunikative Räume

Schriftgröße   

Abende, gar Nächte hindurch gemeinsam zu schwatzen, Geschichten zu erzählen, Musik zu hören ist eine wunderbare Freude. Wie jeder von uns schon mal erlebt hat, gelingt das in manchen Räumen besser als in anderen. Die Erklärung hierfür liefert die Wohnpsychologie. Und kennt die Rezepte für das richtige Wohnumfeld. 

„Die besten Partys finden immer in der Küche statt“: Dass an diesem Spruch etwas dran ist, hat wohl jeder schon erlebt. Im Wohnzimmer, das doch eigentlich so stylisch daherkommt, verlieren sich ein paar Gäste, die etwas ruhiger miteinander plaudern möchten – aber in der Küche ist richtig Stimmung. Wie lässt sich dieses Phänomen aus Sicht der Wohnpsychologie erläutern? Vor allem: Was können wir für unser Wohnen, das ja nun nicht nur aus Partys besteht, zusätzlich lernen? Beginnen wir mit dem Offensichtlichen.

Regel 1: Menschen treffen sich gerne, wo es etwas zu essen gibt.
In der Küche steht der Topf mit Chili con Carne auf dem Herd, daneben wird das Baguette geschnitten, ohne dass jemand auf die Krümel aufpassen müsste. Ganz ähnlich anregend ist es, wenn man einfach eine zünftige Brotzeit oder die Schüssel mit Pasta auf den Esstisch stellt. Das Einfache animiert dabei mehr als das Aufwendige, das die Köchin oder den Koch über die Maßen beansprucht.

Regel 2: Eine ungezwungene Atmosphäre belebt.
Dazu eignen sich robuste Möbel, die nicht so leicht Flecken oder Schrammen bekommen. Oder die man genau deswegen so mag. Der erste Rotweinfleck auf dem geölten Eichentisch ist eine Katastrophe, der 20. eine Zierde mehr. Auch Fußböden sollten ein ungezwungenes Verhalten unterstützen, schön, belebend und widerstandsfähig sein. Vor allem können die Gastgeber ganz entspannt dem Treiben der Gäste beiwohnen, ohne sich um ihre Einrichtung sorgen zu müssen.

Regel 3: Das richtige Reizniveau der Einrichtung animiert.
Mit dem Reizniveau meinen Psychologen die Impulse, die vom Umfeld auf uns wirken: vor allem also Farben und Formen. Ist die Einrichtung sehr schlicht, monochrom und reduziert, kommen Gespräche viel schwieriger in Gang. Ein gutes Maß an Dekoration, Bildern, Farbkontrasten und Materialien dagegen belebt. Ein Zuviel gibt es übrigens auch. Dann fühlen sich viele von uns erdrückt, verstummen – und gehen zeitig.

Regel 4: Auf gute Beleuchtung kommt es an.
Diese Aufgabe ist mit dem Verbot der guten alten Glühlampe schwieriger geworden. Deren warmweißes Licht hat eine ganz ähnliche Charakteristik wie die Flamme des Lager- oder Herdfeuers, und deren behütende Wirkung ist uns im Verlauf der Evolution tief in die Gene eingeprägt. Eine kommunikative Atmosphäre braucht daher ausreichend, aber nicht zu helles Licht, eine warme Lichtfarbe und eine gute Verteilung im Raum. Mehrere gut verteilte Lichtinseln und Akzente sind viel wirkungsvoller als ein oder zwei helle Leuchten.

Regel 5: Achten Sie auf die Akustik.
In moderner Architektur finden sich häufig große, offene Räume mit großzügiger Verglasung. Ist dann auch noch der Garten beleuchtet, sieht das abends und nachts natürlich toll aus – aber ein munteres Gespräch von mehr als vier Personen, untermalt von Musik, wird schnell zur Belastung für die Nerven. Es ist schlicht zu laut. Dem lässt sich leicht und schön abhelfen. Mit Teppichen zum Beispiel, gerne Wandteppichen. Auch weiche Stoffe und eine Bücherwand brechen den Schall – und erhöhen ganz nebenbei das Reizniveau der Einrichtung.

 

Ein frisches, einfaches Essen am robusten Tisch auf buntem Geschirr serviert: In dieser Atmosphäre ist ein gelungenes Miteinander praktisch unvermeidlich. Eine tolle Küche für wunderbare Partys: großzügig, der Essbereich gleich nebendran und mit unverwüstlichem Bodenbelag. Hier lässt sich feiern. Bequeme Möbel in kräftigen Farben, eine charakterstarke Architektur mit langer Geschichte: In diesem Raum herrscht ein gutes Reizniveau für lebendige Kommunikation. Behaglich in die Kissen sinken lassen und die angenehme Akustik des Raums genießen: Dieser Wohnraum ist für lange Plauderstunden wie geschaffen. Kräftige Farbakzente lassen sich gut dosiert einsetzen, indem man nur eine Wand damit ziert. Sie wirken dann sehr belebend. Und wenn die Stimmung überschwappt: Der Holzfußboden kann’s ab.
Erstellt am 04.01.2017 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 1431 mal gelesen
Noch keine Kommentare   Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Kommentar schreiben
Beitrag teilen
0 2 Beitrag bewerten
Beitrag bewerten 0 2

Inspirations
Leser-Service

Nutzen Sie den kostenlosen Infoservice,
um keine Beiträge zu verpassen.

Jetzt abonnieren

Kennen Sie
schon unsere App?

Laden Sie sich die neue Inspirations by HARO App herunter

jetzt herunterladen

Cookieicon
Hinweis zur Verwendung von Cookies  Mehr Informationen

Damit wir Ihnen den bestmöglichen Service bieten können, speichern wir die Informationen zu Ihrem Besuch in „Cookies“. Durch die weitere Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung eben dieser Cookies einverstanden.

closecookie