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Sinnlich-abstrakt und voller Leben – Künstlerin Angela Lohr im Portrait

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Ihre energiegeladenen Bilder stecken voller Offenbarungen. Angela Lohr aus Markt Rettenbach kreiert mit ihren abstrakten Bildern Momente der Sinnlichkeit.

 

Auf den ersten Blick geben die Bilder von Angela Lohr Rätsel auf. Durch die wilden Farbexplosionen wirken Sie abstrakt, graphisch und gleichzeitig quirlig. Erst beim näheren Betrachten fallen auch die feinen, kleinen Details ins Auge: Die haptische Struktur, hervorgerufen durch tiefer liegende Schichten aus Erde, Papier oder Kohle; die in den Motiven verborgenen zarten Wesen oder Schriftzüge; das dynamische Zusammenspiel von Farben und Formen; das Wirken von Licht und Lebendigkeit – ein wahrer Genuss für die Sinne.

 

„Die Überraschung darüber, welche Wirkung eine Form in der Bildfläche bekommt“, so beschreibt Angela Lohr ihren Antrieb, ihre Herangehensweise. Die Malerei hat die heute 62-Jährige vor rund 20 Jahren für sich entdeckt. Angela Lohr lernte bei K.P. Frank in München und Georg Kleber in Augsburg, bis sie 2003 in Markt Rettenbach im Unterallgäu mit ihrem eigenen Atelier startete – mit Erfolg! Die Stadt Kempten verlieh ihr 2009 den weit über die Region hinaus bekannten Thomas-Dachser-Gedenkpreis. Ihre Bilder waren bereits in zahlreichen Ausstellungen zu bewundern; ganz aktuell im Tafelhaus, einer 1887 erbauten Villa in Kempten. „Die Herrschaft der Farben“ lautet der Titel der hier gezeigten farbenprächtigen Werke.

 

Spontan und schwungvoll ist Angela Lohrs Pinselstrich. Schwarz und Rot sind die vorherrschenden Farben. Mit ausladenden Gesten überträgt sie ihre Energie, ihre inneren Gefühle auf die Leinwand. „Farben und Formen möchten sich direkt in die Gefühls- und Erlebniswelt des Betrachters einhaken“, beschreibt die charismatische Künstlerin mit dem markanten blonden Lockenkopf und dem ansteckenden Lachen ihre Werke. „Im glücklichsten Fall sieht der Betrachter darin eigene Erlebnisse“, sagt sie. „So kann er eine persönliche Beziehung zum eigentlich gegenstandslosen Bild entwickeln.“

 

Die Formate ihrer Werke wechseln. Mal nutzt sie Leinwände im Format 40 mal 40, mal sind es große Flächen von 120 mal 150 Zentimetern. Immer geht es ihr um das pure Wirken. Inspirationen holt sie sich gerne auf Reisen, die sie bis nach Nepal, in das buddhistische Königreich Mustang, führen. Geheimnisvoll und mystisch passt es wunderbar zu Angela Lohrs künstlerischem Schaffen.

 

Ihre ausdrucksstarken Werke verzaubern, ziehen magisch an, geben einen Blick frei auf berührende Momente, stecken voller Sinnlichkeit. „Kopf und Verstand bleiben zunächst ausgespart“, erzählt Angela Lohr. Von Bauch zu Bauch sollen ihre Bilder wirken – das ist ihr besonders wichtig. „Erst wenn die Grundzüge eines Bildes stehen, ordne und forme ich bewusst die Komposition, setze Akzente und arbeite Schwerpunkte heraus“, beschreibt sie ihre Arbeitsweise. „Locken meine Bilder beim Betrachter eigene Gefühle hervor, sind sie gelungen und ich habe mein Ziel erreicht“, meint die Malerin bescheiden.
www.angelalohr.de

Erstellt am 05.05.2014 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 1927 mal gelesen
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