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Slow Living – kein Trend, eine Haltung

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Regionale Materialen, traditionelle Verarbeitung, schadstoffarme Farben – wer nach „Slow Living“ baut und einrichtet, tut sich und uns allen etwas Gutes. Was unsere Fotos beweisen: Das sieht auch noch richtig stylish aus!

„Slow Living“ – das klingt so einleuchtend und natürlich, man kommt gar nicht darauf, dass hinter diesem Begriff ein Akronym steckt. Tatsächlich aber setzt sich das „Slow“aus den ersten Buchstaben von vier Begriffen zusammen: sustainable, local, organic und whole. Ins Deutsche übertragen: nachhaltig, lokal, bio und ganzheitlich.

Und was heißt das konkret?

Ein Beispiel: Das Bett, das ich für mein Schlafzimmer kaufe, wurde aus Holz geschreinert, das aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft in der Region stammt. Das Öl oder Wachs darauf ist schadstofffrei, und wenn das Bett einst seinen Dienst getan hat, lässt es sich recyceln oder problemlos entsorgen. Aber damit dieser Zeitpunkt in weiter Ferne liegt, ist es sorgfältig verarbeitet und zeitlos schön für Generationen.

Dasselbe gilt für einen Fußbodenbelag: regionale Hölzer, in der Region hochwertig verarbeitet, mit natürlichem Schutz, ein Schmuck des Hauses für viele Jahrzehnte (übrigens nehmen wir von Haro diese Qualität für unsere Holzböden in Anspruch). Wenn dieser Boden mit der Zeit gebraucht aussieht, ist das kein Makel, sondern: Patina. Kennern sei deswegen der „used look“ von nagelneuen Dielen zur Prüfung empfohlen.

„Slow Living“ ist kein Trend, wie er alle Jahre wieder neu ausgerufen wird, „Slow Living“ ist eine Haltung. Und sie bezieht sich nicht nur auf den Umgang mit Dingen aus Holz. Auch Stoffe, Teppiche, Decken, Lampen, Fliesen – jedes Material, das wir in unsere vier Wände holen –, können wir auf seine „Slow“-Qualitäten überprüfen. Nachhaltig zu handeln bedeutet beim Bau eines Hauses, beim Einrichten einer Wohnung die Zukunft im Blick zu behalten, die Umwelt zu schonen und nachfolgenden Generationen nicht einen Haufen von Spanplatten zu hinterlassen. Sondern etwa werthaltige Möbel, die ihren Ehrenplatz bekommen, im besten Fall also Antiquitäten. Diese Qualität finden wir selten in industrieller Massenware, umso häufiger aber in den Entwürfen und Produkten kleiner Handwerksbetriebe oder Manufakturen.

Eine Ausstattung und Einrichtung, die dem schnellen Wechsel der Trends standhalten will, setzt auf natürliche Materialien, einfache Formen und gedeckte Farben. Jeder weiß schließlich: Nichts schaut man sich schneller über als das Laute und Aufdringliche. Aber natürlich verändern sich mit den Jahren die Bedürfnisse und der Geschmack – und wir wollen von unserem Zuhause ja bei aller Nachhaltigkeit nicht gelangweilt werden. Was also tun?

Eine Wand in frischer Farbe streichen, das hochwertige Sofa neu polstern lassen oder die olle Kommode von Oma, die schon damals keinen Designpreis gewonnen hätte, überlackieren. Mit Öko-Farbe, versteht sich. Das dauert länger, als ein neues Möbel beim Discounter im Gewerbegebiet zu erstehen, es braucht mehr Hinwendung und Geduld – aber deswegen heißt es ja auch „Slow Living“.

Erstellt am 10.01.2019 Kategorie: Einblicke, Entdecken Der Artikel wurde bereits 297 mal gelesen
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