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Smart-Home-Systeme: Jetzt kommt das vernetzte Zuhause

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Es ist eine schöne Vorstellung: Sie betreten nach einem stressreichen Arbeitstag Ihr gemütlich warmes Haus, das Licht im Wohnzimmer ist schon eingeschaltet, und Ihr Entspannungstee steht fertig aufgebrüht bereit. All das ist heute bereits möglich, denn die Zukunftsvision vom automatisierten Heim wird immer mehr zur Wirklichkeit. Die Systeme können oft sogar mehr, als den meisten Verbrauchern bewusst ist. Doch was genau ist bereits machbar? Und worauf sollten Sie bei Ihrer Entscheidung achten?

Smart Home: Was bedeutet das eigentlich?

Bereits seit Jahrzehnten werden automatisierte Apparate überall im Haushalt eingesetzt. Von der Waschmaschine bis zum funkgesteuerten Garagentor: Arbeitsersparnis und Komfort sorgen dafür, dass elektrisch betriebene Geräte aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Arbeiteten sie bisher meist separat, werden sie durch Smart Home nun zu einer Einheit, die sich zentral steuern lässt. Fasst der eine Hersteller lediglich die Gebäudetechnik zusammen, möchten andere auch Sicherheitsausstattung, Beleuchtung, Haushaltsgeräte oder die gesamte Unterhaltungselektronik integrieren. Hauptsächlich entsteht der Mehrwert von Smart Home jedoch dadurch, dass eine App alle Komponenten übergreifend steuert.

Der Markt im Überblick

Eigentlich genügt es bereits, die eingebundene Technik mit dem Internet zu verbinden. Doch in der Praxis ist die Installation oft wesentlich komplizierter, da sich bisher noch kein einheitlicher Standard etabliert hat. Dies führt zu einer unübersichtlichen Marktsituation. Die Entscheidung für eines der Konzepte fällt häufig schwer. Manche Systeme sind für definierte Bereiche konzipiert, wie beispielsweise Ledotron oder Philips Hue für die Beleuchtungssteuerung. Andere stellen eigenständige Vernetzungssysteme bereit, die mit herkömmlichen Kabeln, Powerline-Lösungen, Netzwerk-Verbindungen, Funk- oder Infrarotsteuerungen arbeiten. Zu ihnen gehören einerseits die herstellerbezogenen Systeme QIVICON, TaHoma, INSTEON, Archos und RWE-SmartHome. Andererseits existieren auch Konzepte unabhängiger Institutionen. Aber auch neue Start-ups, wie die deutsche Firma homee, drängen auf den Markt und wollen mit modularen Systemen das Thema voranbringen. Zu guter Letzt springen auch Spezialanbieter wie Somfy, die über ihr Portfolio elektromechanischer Steuerungselemente für Rollläden und Garagentore nun Chancen in deren Vernetzung erkennen, auf den Trend auf.

Smart-Home-Systeme für Einsteiger

Konzepte, bei denen ein bereits vorhandener Router anhand spezieller Zwischensteckdosen als Steuerungszentrale genutzt wird, lassen sich kostengünstig und schnell zuhause installieren. Sie ermöglichen die Schaltung angeschlossener Geräte durch Fernsteuerung, programmierbare Zeitprogramme oder abhängig von Faktoren wie Tageslicht oder gemeldeter Bewegung. Oft können sie auch den Energieverbrauch messen und übersichtlich auswerten. Solche Systeme lassen sich zwar nur für Geräte mit Netzsteckern nutzen, überzeugen aber durch geringen Arbeitsaufwand. In ihrem Rahmen sind sie recht flexibel: es können jederzeit Geräte hinzugefügt oder entfernt werden. Da der Großteil der in Deutschland genutzten Router vom Hersteller AVM stammt, verwundert es kaum, dass das Unternehmen auch eine solche Smart-Home-Lösung anbietet. Hierbei sind die intelligenten Steckdosen auf den AVM-Router abgestimmt. Über ein Telefon von AVM, ein Smartphone, Notebook oder Tablet kommuniziert der Anwender mit dem System. Auch der US-Hersteller Belkin verfolgt ein ähnliches Konzept. Hier komplettieren ein WLAN-Babyfon und Bewegungsmelder das Angebot. Zudem ist das LED-Lichtsystem Osram Lightify mit der Belkin-Lösung kompatibel.

Clevere Heizungsspezialisten

Mit der smarten Überwachung und Regelung ihrer Heizungsanlagen liebäugeln aktuell viele Hauseigentümer. Der zu Google gehörende Anbieter Nest scheint noch vor der Eroberung des deutschen Marktes in Schwierigkeiten geraten zu sein. Nachdem sich Berichte über Fehlfunktionen der Premiumprodukte häuften, sollen zahlreiche Mitarbeiter gekündigt haben. Diese Situation erhöht die Chancen heimischer Anbieter wie der Münchener Firma Tado. Das Start-up bietet ebenfalls ein System, das direkt mit dem Brenner der Zentralheizung verbunden ist und diesen per Smartphone-App kontrolliert. Das selbstlernende Programm greift auf die GPS-Funktion von Smartphones zu und ortet angemeldete Nutzer. Sobald sich einer der Bewohner dem Haus nähert, fährt die Heizanlage hoch. Auch Wettervorhersagen werden bei der Temperaturplanung berücksichtigt.

Das komplette Programm: Umfassende Smart-Home-Konzepte

Richtig „smart“ werden die Systeme durch die Vernetzung unterschiedlichster Komponenten. Wenn die Heizungsanlage neben der Wettervorhersage berüchsichtigt, ob gerade ein Fenster geöffent ist oder sich eine Person im Raum befindet.
Der Energieversorger RWE bietet ein reichhaltiges Sortiment, zu dem außer der Steuerungseinheit auch Zwischenstecker für die Vernetzung von Elektrogeräten, smarte Thermostate für gängige Heizkörpermodelle, Lösungen für Fußbodenheizungen, fernsteuerbare Wandschalter, Rauch- und Bewegungsmelder sowie Überwachungssensoren für Fenster und Türen gehören. Ein Stromvertrag mit RWE ist zur Nutzung des Angebots übrigens nicht erforderlich.
Das Unternehmensbündnis QIVICON versteht sich als Plattform für unterschiedliche Branchen, die in den Smart-Home-Markt einsteigen wollen. Namhafte Firmen wie Miele, Osram, Huawei und Samsung nutzen einen gemeinsamen Standard, sodass alle Geräte dieser Hersteller auf die gleiche Steuerungseinheit ansprechen. Anwender steuern QIVICON per App vom Smartphone, Tablet oder PC.
Es existieren aber auch Konzepte unabhängiger Institutionen. Hier macht hauptsächlich KNX von sich reden – ein international genormter Standard zur Hausautomation, an dem sich weltweit einige Hundert Hersteller orientieren. Steuern lassen sich in diesem offenen System die Bereiche Licht, Beschattung, Heizung und Klima, Belüftung, Sicherheit, Energiemanagement, Verbrauchsmessung und Information. Per Fernzugriff wird das komplette Haus mit allen Anlagen und Geräten verwaltet. Meist verbauen Fachbetriebe die KNX-Komponenten. Das System bewegt sich technisch auf hohem Niveau und ist kostspielig, aber entsprechend luxuriös in seiner Bedienbarkeit.

Darf‘s ein bisschen smarter sein?

Die Anbieter der Smart-Home-Systeme verheißen Bequemlichkeit, Sicherheit und Energieeinsparung. Dabei bezeichnet der Begriff „Smart Home“ sehr unterschiedliche Ansätze, die sich auf Bereiche verschiedenen Umfangs beziehen. Bevor Sie sich für eine passende Lösung entscheiden, prüfen Sie Ihre bevorzugten Angebote genau. Im E-Book Ratgeber „Smart Home“ des Webportals www.homenext.de oder in entsprechender Fachliteratur können Sie sich ausführlich über individuelle Hausautomation informieren. Wählen Sie besonders im höheren Kostenbereich stets zukunftssichere Konzepte, damit Ihr intelligentes Zuhause mit Ihren Ansprüchen auch weiterhin Schritt hält.

 

Die Philips Hue Anwesenheitssimulation schafft Sicherheit auch wenn die Familie mal nicht zu Hause ist. Mit den dimmbaren Lichtstreifen von Philips werden selbst unscheinbare Möbel in Szene gesetzt. Die Farben lassen sich bequem über die Smart Home App einstellen. Wer die Lichtelemente im Haus lieber ohne Smartphone oder Tablet steuern möchte, kann dafür auch eine Fernbedienung verwenden. Das System von Tado ist direkt mit dem Brenner der Zentralheizung verbunden und lässt sich via Smartphone-App kontrollieren. Die homee Würfel sehen nicht nur stylish aus, sie stecken auch voller vielversprechender Technik. So können Geräte unterschiedlichster Hersteller über homee miteinander verknüpft… …und über eine App gesteuert werden.
Erstellt am 07.09.2016 Kategorie: Einblicke Der Artikel wurde bereits 1948 mal gelesen
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