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Spiele(n) unterm Weihnachtsbaum

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Das hat gute Tradition im Deutschland: Wenn Nikolausi, Weihnachtsmann oder Christkind die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen, sind immer Spiele dabei. Nirgendwo wird so eifrig gewürfelt, gezockt, gelegt und gespielt wie hierzulande. Kein Wunder, dass die Spieleverlage daher alle Jahre und besonders immer wieder zu Weihnachten ihre Spielekisten mit jeder Menge an neuen Spielideen öffnen. Wir haben darin gekramt und dabei viel Raffiertes, Witziges und Spannendes gefunden, das Jung und Alt jede Menge Spiel-Spaß garantiert.

 

Neue Spiele für Eisenbahn-Freaks

An „Russian Railroads“ das vor kurzem mit dem Deutschen Spielepreis 2014 ausgezeichnet wurde, kommt keiner vorbei, der in einer spannenden Runde so richtig Dampf ablassen möchte. Das neue Eisenbahnspiel ist ein Brettspiel für erfahrene Vielspieler (ab 12 Jahren), die sich in eine detailverliebte Eisenbahnwelt begeben und dabei Schienen im alten Russland legen. Und die sich mit dem mit mächtig viel Spielmaterial ausgestatteten Strategie-Spaß auch gerne mal die Nacht um die Ohren schlagen. Bei diesem Worker-Placement-Spiel brauchen zwei bis vier Spieler echt viel Power im Kessel, um das Streckennetz für die Transsibirische Eisenbahn erfolgreich knüpfen zu können. „Russian Railroads“ haben sich die Autoren Helmut Ohley und Leonhard Orgler ausgedacht, ist im Hans im Glück-Verlag erschienen und kostet ca. 38 Euro.

Um taktisch-geschicktes Gleisbauen geht es auch beim neuen „Tricky Tracks“, bei dem bis zu vier Spieler ohne langes Regelstudium gleich loslegen können. Dennoch ist die Aufgabe vertrackt, wenn sich beim eigenen Gleisbau ständig die Konkurrenz einmischt und dem Gleisbauer ins Handwerk pfuscht. Bei diesem abwechslungsreichen Legespiel der Autoren Jordi Gené und Gregorio Morales kommen nicht nur eingefleischte Eisenbahn-Liebhaber auf ihre Kosten. „Tricky Tracks“ eignet sich für Spieler ab acht Jahren und ist beim Piatnik Spieleverlag erschienen. Es kostet ca. 17 Euro.

Endlich gibt es in diesem Jahr auch wieder „Freie Fahrt!“ für die (jüngeren) Modelleisenbahner. Für sie nimmt jetzt eine neue Generation besonders intelligenter H0-Loks gehörig Tempo auf. Der Modelleisenbahnhersteller Roco hat unter der Bezeichnung „Next Generation“ das erste Eisenbahnspiel entwickelt, das virtuelle und reale Spielewelten miteinander verbindet und fährt so mit seinem traditionellen Spielzeug in eine neue Zukunft. Mit Tablet oder Smartphone können Lokführer ab sechs Jahren, interaktiv mit dem Zug durch spannende Geschichten und fantastische Abenteuer, die als App zum Download angeboten werden, steuern. Der Clou des Spiels sind drei in die Gleise integrierte Action Points, die in das Spielgeschehen per RocoNext-App für Smartphone & Co (IOS und Android) eingreifen und die Lok zum Spielpartner machen. Kleine Modelleisenbahner werden so zu mutigen Rettern im Vergnügungspark („Fun Park“) oder sind im spannenden Eisenbahn-Krimi als „Detektiv Tom“ Antiquitätendieben auf der Spur. Preis für das Basisset ca. 99 Euro.

 

Neue Spiele für Globetrotter und Vielreisende

Zu einem abenteuerlichen Ausflug lädt der Schmidt Spiele Verlag die ganze (Groß-)Familie (bis sechs Mitspieler ab zehn Jahren) mit dem neuen „Adventure Tours“ ein. Dass sich dieser Trip schnell als Hardcore-Expedition erweist, bei der so manches aus dem Ruder laufen kann, tut dem Spielvergnügen keinen Abbruch. Im Gegenteil: Man kann sich – oder die Mitreisenden – so richtig nach Herzenslust ärgern! Für diesen Abenteuer-Trip des japanischen Autors Seiji Kanai muss man hart im Nehmen sein, wenn einem die andern mit viel Kartenmaterial aber einfachen Regeln Steine in den Weg legen. Oder umgekehrt… „Adventure Tours“ zeichnet sich durch einen hohen Wiederspielreiz aus und kostet ca. 20 Euro.

Venedig ist immer eine Reise wert – „Venezia 2099“ ist sogar eine Reise in die Zukunft! Und die sieht für die schöne Lagunenstadt gar nicht rosig aus: Ihr Untergang im Meer scheint unausweichlich! Unter diesen dramatischen Vorzeichen hat Spieleautor Leo Colovini das Szenario für sein neuestes Familienspiel gezeichnet. Bis zu fünf Spieler schlüpfen in die Rolle von Kunstsammlern und versuchen, möglichst viele Kunstschätze vor der nassen Katastrophe zu retten. Auch wenn ihnen allen bereits das Wasser bis zum Hals steht, ist strategisches Denken gefragt. Da heißt es kühlen Kopf bewahren, rechtzeitig Gondeln oder schwimmende Plattformen finden – und überleben! Neben aller Dramatik gibt es aber auch viel Hoffnung: Ganz lässt der Autor die „Perle der Adria“ nämlich nicht versinken… Diese spannende Zukunftsvision (Verlag Piatnik) für Spieler ab acht Jahren kostet ca. 32 Euro.

Man nannte ihn den „Reisekaiser“, da er meist vom Pferd aus regierte, um in seinem Reich von der Nordsee bis nach Sizilien nach dem Rechten schauen zu können: Heinrich VI., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Sohn des berühmten Staufers Barbarossa. Immer dabei im Gefolge des umtriebigen Kaisers war dessen gesamter Hofstaat. Als Fürsten im Tross des „Reisekaisers“ dürfen sich daher auch die bis zu fünf Spieler (ab zehn Jahren) fühlen, die bei dem neuen Taktikspiel „Die Staufer“ des Hans im Glück-Verlags um Macht und um Einfluss kämpfen. Verlangt werden dabei geschickte Planung, viel strategisches Gespür und ein wenig politisches Kalkül: Nur so lassen sich bei diesem anspruchsvollen Brettspiel (Autor Andreas Steding) wichtige Positionen besetzen und halten – lässt sich Einfluss ausbauen. Viel Spielmaterial und ein reizvoller neuartiger Mechanismus machen „Die Staufer“ zu einem sehr abwechslungsreichen Spieleerlebnis für echte Frequent Traveller. Preis: ca. 39 Euro.

Ebenfalls vom Hans im Glück-Verlag kommt eine neue Variante des erfolgreichen Legespiel-Klassikers „Carcassonne“ (war 2001 ‚Spiel des Jahres‘). Mit den für dieses Spiel typischen Landschaftskärtchen entstehen beim neuen „Carcassonne Goldrausch“ die weiten Prärien und steilen Berge des Wilden Westens. Eisenbahnrouten verbinden Dörfer und Städte, in denen meist nur der Colt regiert und durch die Cowboys Rinderherden zur Verladestation treiben. Trapper handeln mit Indianern und die bis zu fünf Spieler schicken ihre berühmten Gefolgsleute in die Goldminen in den Bergen, um sie dort mühsam nach Nuggets schürfen zu lassen. Der Taktik erfordernde Legespaß bleibt spannend bis zum Schluss, weil Reichtum schon immer viele Neider hatte und fremdes Gold besonders hell glänzt. „Goldrausch“ von „Carcassonne“-Erfinder Klaus-Jürgen Wrede bietet all das, was das Original in den Charts schon so lange ganz oben hält: Einfache Spielregeln, bekannte Abläufe und schneller Spiel-Spaß mit hohem Wiederholungsreiz. Der spielerische Ausflug in den Wilden Westen kostet ca. 22 Euro.

Dass man mit witzigen Spielen auch noch so müde Familienfeste und Partys in Schwung bringen kann, ist bekannt. Von Drei Magier gibt es eine ganze Reihe rasanter Bluff- und Schummelspiele sowie turbulente Reaktions- und hektische Aktionsspiele, bei denen nicht nur Karten, sondern auch Kakerlaken, Stinkwanzen, Taranteln und Motten fliegen. Und jetzt auch Asseln! Bei „Assel Schlamassel“ dreht sich alles um Asseln, Fliegen, Ratten, Spinnen und Schnecken. Und doch ist bei diesem Kartenspiel für bis zu sechs Stimmungsmacher gar nichts ekelig. Schon gar nicht die Spielregeln: Denn diese sind denkbar einfach: Karten aufnehmen und Karten ablegen – und das möglichst fix! Dieser auch witzig illustrierte Spaß kostet ca. 10 Euro.

Viel Party und gute Quiz-Unterhaltung ist auch beim neuen Kommunikationsspiel „Quibble“ von Piatnik garantiert. Mal geht’s um Oscar gekrönte Kinofilme, mal um elektronische Geräte, die im 20. Jahrhundert erfunden wurden, mal um Wassersportarten oder Wörter, die sich reimen. Wer unter Zeitdruck viel weiß, kann viele Punkte sammeln. Ob’s jedoch zum Sieg reicht?! Ein pfiffiger Mechanismus garantiert, dass Wissen allein nicht aufs Siegerpodest führt. Manchmal hilft auch, wenn man sich mit Mitspielern auf einen Punktehandel einlässt oder nicht unbedingt den allwissenden Macher heraushängen lässt… Ein wenig Taktik mag schon sein! Dieser kurzweilige Spielspaß sorgt für viel Kommunikation und jede Menge Gesprächsstoff. Er kostet ca. 26 Euro.

 

Neue Spiele für die Kleinen und Kleinsten

Spiele für die Kleinen sollten immer einen „lernenden Mehrwert“ (ohne erhobenen Zeigefinger!) haben – und trotzdem ganz viel Spielspaß bieten. So wie das neue edukative Such- und Versteckspiel Miffy hide & seek von Piatnik für Kinder von sechs Monaten bis zu vier Jahren. In drei Schwierigkeitsstufen – für unterschiedliche Altersgruppen – zeigt der kleine Hase Miffy, dass etwas zwar nicht mehr zu sehen ist, aber gleichzeitig noch da sein kann. Immer wieder sucht sich er sich ein neues Versteck und wartet darauf, gefunden zu werden. Dabei helfen Mami und Papi oder ältere Geschwister gerne mit Tipps und Hinweisen. Das alles fördert bei den Kleinen genaues Zuschauen und Zuhören und damit Begreifen. Das liebenswerte Versteckspiel kostet 15 Euro.

Erst würfeln, dann schieben und dann – „Törööö!“ – das gesuchte Motiv finden. Mit 16 Freunden spielt Deutschlands beliebtester Elefant im „Benjamin Blümchen-Schiebe-Memo“-Zoo Verstecken. Tina Tiger, Pit Pinguin & Co. verbergen sich unter 15 quadratischen Schiebekärtchen. Nur gut, dass Benjamin bis zu vier Helfer (ab vier Jahren) hat, die ihn bei der Suche aufmerksam unterstützen. Wer so die meisten Tier-Chips sammelt, darf sich zum Schluss mit einem kräftigen „Törööö!“ als Sieger feiern lassen. Verlag Schmidt Spiele. Preis ca. 15 Euro.

In der zauberhaften Kinderspielewelt von Drei Magier entspringt jetzt „Der unendliche Fluss“, der wie mit Zauberkraft alles und alle in Bewegung hält: Spieler und Spielmaterial. Denn bei diesem neuen Kinderspiel für bis zu vier Spieler (ab sechs Jahren), das sich Guido Hoffmann ausgedacht hat, werden nicht die Figuren auf dem Spielplan von A nach B bewegt, sondern gleich der ganze Plan. Drei kleine Magier sind unterwegs, um furchterregende Gruselwesen zu besuchen. Jeder von ihnen sitzt in einem winzigen Boot, das allerdings auf den tückischen Wellen des Flusses nicht immer in die Richtung und zu den gewünschten Anlegestellen treibt. Schuld an den magischen Wellenbewegungen sind viele kleine Kunststoffperlen, die in den Spielplan eingelassen sind und auf denen die Boote mit den kleinen Magiern „schwimmen“. Preis: ca. 39 Euro.

 

Spielerisches für Augen und Ohren

Alle Fans des beliebten Reiterduos Bibi und Tina feiern Weihnachten mit den beiden unzertrennlichen Freundinnen und einem ganz besonderen „Weihnachtsspecial“. Die neue Box enthält auf zwei CDs ein starkes Hörbuch („Die falschen Weihnachtsmänner“) und eine spannende Film-DVD („Ein Pony zum Knuddeln“): Das alles verspricht aufregende und fröhliche Unterhaltung mit Spaß, Spannung und Gefühl! Die Box der Sonderedition aus den Kiddinx Studios kostet ca. 13 Euro.

Nach all der Aufregung unterm Weihnachtsbaum wird es nicht leicht, die Kleinen ins Bett zu bringen. Das aber schafft sicher Deutschlands beliebtester Elefant Benjamin Blümchen, der mit neuen Gute-Nacht-Geschichten und sanftem „Törööö!“ gerne Sandmännchen spielt. „Das schnarchende Krokodil“ und „Tiere der Nacht“ heißen die beiden Folgen, in denen Benjamin und seine Freunde liebenswert-beruhigende Abenteuer erzählen und Einschlafliedchen für schönes Träumen anstimmen. Jede CD (Laufzeit etwa 45 Minuten, Hersteller: Kiddinx Studios) kostet ca. 5 Euro.

Großen und vor allem gewaltfreien Unterhaltungsspaß für kleine Ohren bietet auch die kleine Hexe Bibi Blocksberg, die mit ihrem Hexenbesen Kartoffelbrei zu Weihnachten in ein weiteres Abenteuer düst. „Hexkraft gesucht!“ heißt das neue Hörbuch von Kiddinx, das auf zwei CDs und 140 Minuten viel Spannung garantiert. Preis ab ca. 10 Euro.

 

Und zum guten Schluss: Das Spiel für Nostalgiker

Für viele ist es das Spiel der Spiele überhaupt und es gibt kaum jemand, der sich darüber noch nicht furchtbar geärgert hat: „Mensch ärgere Dich nicht, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert! Natürlich gibt es im Jubeljahr des berühmten Klassikers eine besonders edle Jubiläumsausgabe (ca. 19 Euro), aber auch ein sehr liebenswert gemachtes Remake aus den 20er-Jahren (ca. 7 Euro) – samt „antiquarischen“ Abstoßkanten und Kaffeeflecken… Ein nettes Geschenk – und nicht nur zum fröhlichen Ärgern unterm Christbaum!
 

Detektiv Tom von next generation
Erstellt am 05.11.2014 Kategorie: Entdecken Der Artikel wurde bereits 3847 mal gelesen
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