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Auto-Kunstwerk aus Holz

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Es sieht aus wie eine Seifenkiste im Vintagestil, ist aber ein modernes Elektroauto mit Mission: das Holzauto „Setsuna“ von Toyota. Der japanische Autohersteller hatte das handgefertigte Einzelstück im April 2016 auf der Mailänder Design Woche der Welt präsentiert und viel Lob geerntet. Die Designstudie wurde mit positiven Attributen wie „ein Meisterstück“, „ein brillantes Konzept“ oder „eines der wohl süßesten Konzeptautos der Welt“ geradezu überhäuft. Was ließ die Kritiker so schwärmen?

Zunächst einmal ist es das für den Automobilbau ungewöhnliche Material Holz. Das Schöpferteam rund um Projektleiter Kenji Tusji wählte es ganz bewusst. Holz ist ein lebendiges, natürliches Material, das bei richtiger Pflege Jahrzehnte überdauert und dabei an Charakter gewinnt. Es altert, verändert sein Aussehen und auch seine Haptik, bleibt dabei aber haltbar. Damit eignet es sich optimal für die Konzeptstudie, mit der „Toyota die sich verändernde Beziehung zwischen Menschen und ihren Autos beleuchten“ möchte, wie das Unternehmen fast schon philosophisch erklärt. Die Veränderung des Werkstoffs schlägt also gedanklich eine Verbindung zum Besitzer und seine Erfahrungen mit dem Auto.
Das soll im Übrigen auch der Name des kleinen Zweisitzer ausdrücken: „Setsuna“ ist japanisch und heißt „Moment“ – ein Moment, der an die vielen Augenblicke erinnern soll, die der Fahrer in dem Elektroauto verbracht hat. Als besonderes Detail besitzt der Wagen daher auch einen 100-Jahre-Zähler im Cockpit, der symbolisch die Momente sammelt, sodass der Autoeigentümer sie an die nächste Generation weitergeben kann. Wie der Rest des Wagens ist auch dieser im Retrolook designt: Er ähnelt einem Chronografen.

Real gewordene Vision
Aber auch die Bauweise des Konzeptautos ist etwas Besonderes und auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Toyota-Ingenieure bauten das Fahrzeug per Hand in der traditionellen japanischen Tischlertechnik Okuriari ganz ohne Schrauben und Nägel. So kann nichts am Chassis rosten. Der Rahmen besteht aus Birke, die Außenhaut aus Zedernholz. Alle hölzernen Einzelteile passen exakt ineinander, sodass auch kein Leim nötig ist, um sie zusammenzuhalten. Und wie es sich für ein Ökoauto gehört, wird „Setsuna“ umweltfreundlich per Elektromotor angetrieben.
Technische Details sind bei diesem Wagen allerdings zweitrangig, handelt es sich doch um ein exklusives Einzelstück, das nie in Serie gehen wird. Vielmehr ist es ein Kunstwerk, eine kreative Momentaufnahme, die unsere Sinne anregt und erfreut. Ein Meisterwerk, ein brillantes Konzept und wohl tatsächlich das süßeste Konzeptauto der Welt.

Überwiegend aus Holz und von Hand bauten die Ingenieure von Toyota den putzigen Roadster. Dank der traditionellen Holzbaukunst Okuriari aus Japan, die ohne Schrauben und Nägel auskommt, lässt sich das Auto auch wieder problemlos in seine Einzelteile zerlegen. Ansprechender Retrolook: Innen wie außen strahlt das Design des Holzautos eine zeitlose Eleganz aus. Der 100-Jahre-Zähler dokumentiert das Alter des Fahrzeugs, das über Jahrzehnte von Generation zu Generation weitervererbt werden soll. Nur wenige Elemente und Applikationen sind aus Metall, die Reifen natürlich aus Gummi. Ansonsten ist „Setsuna“ vor allem aus Birke und Zeder gefertigt. Selbst die Sitze sind aus Holz! Die schmalen Lederauflagen dienen eher der eleganten Optik als der Bequemlichkeit. Auf der Milan Design Week im April 2016 wurde die Designstudie „Toyota Setsuna Concept“ erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert.
Erstellt am 23.11.2016 Kategorie: Einblicke, Entdecken Der Artikel wurde bereits 1037 mal gelesen
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