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Wo die Götter Urlaub machen…Positano

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Es gibt eine Art von Schönheit, die Magie verbreitet und einen nicht mehr loslässt. Der italienische Küstenort Positano ist voll davon. Wer hier in der Abendsonne, mit dem Blick auf die Majolika-verzierte Kuppel der Santa Maria Assunta ein Glas Wein getrunken und dabei das tiefblaue Meer bestaunt hat, wird sich immer danach sehnen, zurückzukommen…

 

Die Amalfiküste gehört zu den zehn schönsten Küsten der Welt. Von überall her kommen Bewunderer der „göttlichen Küste“, die zwischen der Punta Campanella und Salerno schroff und steil ins Meer abfällt. Kein Wunder, bietet dieser viel gerühmte Landstrich südlich von Neapel doch wirklich alles, was das Herz begehrt. Traumblicke auf das Meer, architektonische Kunstschätze, wunderbare Restaurants und eine mediterrane Landschaft, die sich am genussvollsten zu Fuß erkunden lässt.

 

Logenplatz im Freilufttheater

Ein besonderes Juwel ist der Ort Positano, der von der Küste steil in den Berg hinauf „gewachsen“ ist und eine Art Freilufttheater bildet. Der Ort ist senkrecht angelegt. Die eng aneinander gereihten, weißen Wohnhäuser zeichnen sich durch kleine, zum Meer hin gerichtete Bogengänge und große Steinbögen in Pastelltönen aus, die den Eindruck von Edelsteinfacetten erwecken. Deshalb nennt man Positano auch den „Edelstein“ an der göttlichen Küste. Treppauf, Treppab auf engen Gassen mit zahlreichen Boutiquen, Kunsthandwerks-Läden, Cafés und Trattorien kann man sich von der Schönheit überzeugen. Unten an der Marina tummeln sich Yachten und Ausflugsboote, an den kleinen, zauberhaften Stränden von Fornillo, Fiumicello und Arienzo wird gesonnt und gebadet.

 

Eine Etage höher auf der Piazza haben wir einen wunderbaren Blick auf die eindrucksvolle Pfarrkirche Santa Maria Assunta aus dem Jahr 1000. Unter dem heutigen Fußboden liegen die Reste eines Mosaiks im byzantinischen Stil. In der Majolika-verzierten Kuppel bricht sich das Sonnenlicht und lässt das Dach in vielen bunten Farben schimmern. Die italienische Keramik-Handwerkskunst ist an der Costiera Amalfitana entstanden und zeigt sich hier auch in ihrer aufwendigsten und schönsten Form.

 

Wanderweg der Götter

1700 Treppenstufen oder 450 Meter über dem Meer liegt der paradiesische Ortsteil Nocelle. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf Li Galli, die drei Felseninselchen im Meer vor Positano. Er ist nur zu Fuß zu erreichen und Ausgangspunkt einer traumhaften Wanderung: Ein Netz uralter Wege durchzieht die Monti Lattari oberhalb der Küstenorte. Der bekannteste ist der Sentiero degli Dei, der Götterpfad, von dem aus man einen wunderbaren Blick über die gesamte Küste genießen kann. Trotz seiner spektakulären Aussicht und der üppigen Vegetation sind auf dem Götterweg nur wenige Wanderer unterwegs. Das türkisblaue Meer hat einfach zu große Anziehungskraft.

 

In bester Gesellschaft

In Positano zu überwintern stand im 19. Jahrhundert bei Künstlern und Intellektuellen hoch im Kurs. Der Autor John Steinbeck und der Regisseur Franco Zeffirelli verbrachten viele Monate in Positano um sich von der Schönheit inspirieren zu lassen. Der Designer Le Corbusier war von den kubischen Häusern mit ihren flach wirkenden Buckeldächern begeistert und Walter Benjamin, Ernst Bloch sowie Bertold Brecht suchten schlicht Erholung von ihren geistigen Arbeiten.

 

Auch wenn wir heute nur wenige Tage Urlaub machen können, die Eindrücke dieses bezaubernden süditalienischen Küstenortes werden uns noch lange Zeit begleiten.

 

Tipps:

Lektüre:

Für Kunstliebhaber:

„Golf von Neapel und Kampanien“: Dreitausend Jahre Kunst und Kultur im Herzen Süditaliens, Dumont Verlag

 

Wohnen:

Wunderschöne Agriturismo-Betriebe, kleine besondere Hotels, B&B und sehr individuelle Ferienwohnungen findet man in dem auf Süditalien spezialisierten Regensburger Reisebüro: www.amalfi-ferien.de

 

Verkehr:

Die Küstenstrecke der Costiera Amalfitana gehört seit 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit. Dementsprechend befahren ist die Strecke, die eigentlich nur aus einer Straße besteht. Staus sind – besonders am Wochenende – auf der Tagesordnung, Parkplätze selten und teuer. Viel schöner und entspannter sind deshalb Ausflüge mit dem öffentlichen Bus oder per Schiff.

Erstellt am 12.05.2015 Kategorie: Erleben Der Artikel wurde bereits 1881 mal gelesen
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